Balea Peel-Off Maske: Wer schön sein will, muss leiden!

Pro: die Haut fühlt sich zart und geschmeidig an
Kontra: der Preis dafür sind SCHMERZEN

Empfehlenswert: für Masochisten

Freitagnachmittag, 18:00 h. Noch zwei Stunden bis mein Freund mich zum Essen abholt.
Der Blick in den Spiegel verrät, der ständige Wechsel aus eisiger Polarkälte draußen und warmer Heizungsluft drinnen hat meine Haut ganz schön mitgenommen. Ergo: Ein wenig Spezialpflege kann nicht schaden, zumal ich just als kleine Aufmerksamkeit verschiedene Masken von Balea geschenkt bekommen habe.

Ich entscheide mich für die Balea Peel-Off Maske mit Bernstein Extrakt und pflegendem Hamamelis. Tiefenreinigend und hautglättend. Und das alles innerhalb von 10 – 15 Minuten. Ich liebe solche Produkte. Unkompliziert. Schnell. Effektiv. Und laut Herstellerversprechen: Sanft!

Los geht’s:

Großzügig trage ich die Maske auf meinem Gesicht auf. Augen und Mundpartie werden natürlich ausgespart, aber da das Ergebnis perfekt werden soll, verstreiche ich sie sorgfältig bis zu den Haaransätzen. Eine fatale Fehlentscheidung, wie sich später herausstellen soll. Egal, die Maske sitzt, ich hingegen muss mir jetzt 10 – 15 Minuten die Zeit vertreiben. Ich könnte bei einer heißen Tasse Schokolade noch einmal entspannt im Internet stöbern. Tja, könnte ich! Nur leider ist meine gesamte Mimik just in dem Moment, in dem ich die heiße Tasse zu meinem Mund führe, eingefroren oder besser gesagt: wie festgetackert. So muss sich ein operatives Lifting anfühlen. Bin ich froh, wenn endlich die letzten Minuten rum sind.

Egal, ich werde jetzt trotzdem meinen Kakao genießen. Ein tolles Vorhaben, wenn die Umsetzung nicht kläglich scheitern würde. Kennt ihr dieses koordinative Unvermögen, nachdem ihr beim Zahnarzt eine Betäubung bekommen habt? So geht es mir gerade. Die heiße Schokolade fließt zwar, aber leider nicht in meinen Mund, sondern ärgerlicherweise über meinen Schreibtisch. Okay, dann eben kein Rundum-Entspannungs-, sondern Putzprogramm.

Endlich, alles wieder sauber und auch die Zeit ist um! Also, auf ins Bad, um die Maske einfach und sanft von den Seiten zur Mitte hin abzuziehen.
Aua, auuuaaa, auuuuuuuuuuaaaaaaaaaaaaaa!

Ob sich das wirklich so anfühlen muss, als würde ich nicht nur abgestorbene Hautpartikel, Verschmutzungen und Talgablagerungen, sondern gleich die komplette oberste Hautschicht mit abziehen? Zumal die Maske immer wieder reißt, und ich wieder und wieder von vorne anfangen muss? An den Haaransätzen macht das besonders viel Spaß, die im Übrigen nach Abziehen der Maske um einen halben Zentimeter nach hinten verrutscht zu sein scheinen. Mein gedankliches Zwischenfazit: Wer sich schon immer mal im Gesicht epilieren wollte, ist mit der Balea Peel-Off Maske mit Sicherheit bestens bedient.

Nach 15 leidensvollen Minuten ist die Maske endlich runter. Na ja, fast. Überall kleben noch kleine Krümel, die sich aber angeblich mit warmem Wasser entfernen lassen. Dann machen wir das doch mal …. Fertig, ich sehe keine Reste mehr, was aber auch daran liegen könnte, das mein Gesicht aussieht, als hätte ich mindestens vier Stunden zu lang ohne Schutz in der prallen Mittagssonne verbracht. Und nein, ich bin definitiv nicht allergisch! Meine Haut spannt extrem, und ich fühle mit ihr. Trotzdem muss ich gestehen, dass sie sich – sieht man mal von dem satten Rotton ab – toll anfühlt. Zart und geschmeidig, wie Balea es versprochen hat.

Anderthalb Stunden, mehrere Nervenzusammenbrüche (weil kleine Maskenrückstände sich immer wieder auf der Haut einrollen und so meine Schminkversuche massiv erschweren), eine dicke grüne Concealer- Schicht und ein schmeichelndes Make-up später, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Meine Haut wirkt prall, strahlt und fühlt sich auch wieder wie meine Haut an. Das Ergebnis ist sogar einen Tag später noch sicht- und spürbar.

Drei Tage später starte ich den Versuch erneut.

Nein, ich stehe nicht auf Schmerzen, aber bekanntermaßen hat ja jeder eine zweite Chance verdient. Vielleicht weiß das auch Balea, da die Verpackungsgröße direkt auf zwei Anwendungen auslegt ist. Wohlweislich habe ich diesmal jedoch abends frei.

Ich trage die Maske jetzt also viel dicker auf und achte peinlichst genau auf einen Sicherheitsabstand von mind. 1 cm zu allen Haaransätzen und den Augenbrauen. Wieder ist meine Mimik innerhalb der ersten 5 Minuten wie mit Sekundenkleber zementiert. Das Abziehen der Maske funktioniert zwar besser, ist aber leider nicht wirklich schmerzfreier.
Und ja, ich sehe auch wieder so aus als hätte ich die sanfte und regenerierende Maske aus Versehen mit einem ätzenden Reiniger verwechselt. Aber was soll’s, diesmal muss ich nicht mehr raus und ich weiß, am nächsten Tag ist alles vergessen und mein Hautbild wird perfekt aussehen. Und so ist es auch!

Trotzdem: Auch wenn aller guten Dinge bekanntlich drei sind und der Preis für 2x 8ml mit 0,45 Euro unschlagbar günstig ist, einen dritten Versuch wird es von meiner Seite aus mit der Balea Peel-Off Maske nicht geben.

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