Test

Bewegende Vorsätze: Einen Heimtrainer kaufen

Die Testergebnisse in Kürze:

Pro:

- zeitlich ungebunden, - bequem vor dem Fernseher

Kontra:

- Anschaffungskosten

Unser Testurteil

7 ()

Kauf empfohlen?

Ja

Mit einem Heimtrainer bin ich ungebunden. Beim Strampeln höre ich die Musik oder sehe Filme, die mich auch interessieren. Und ich stehe nicht unter dem Druck möglichst unauffällig zu keuchen. Die hohen Anschaffungskosten schrecken erstmal ab. Gute Geräte sind erst ab 700 Euro erhältlich. Seinen Gelenken und Nerven zuliebe sollte man sich nicht von Discount-Angeboten blenden lassen. Markengeräte im semi-professionellen Bereich bieten Sicherheit, Service und jahrelange Freude am heimischen Training.

Woran erkenne ich ein gutes Gerät?
Die Schwungmasse ist entscheidend für einen runden und gelenkschonenden Bewegungsablauf. Für die Gewährleistung eines gleichmäßigen Laufes der Pedale sollte das Gewicht der Schwungscheibe mindestens 12 kg betragen.
Bei der Bremse handelt es sich um eine Magnet- oder Induktions-, bzw. Wirbelstrombremse.
Die ideale maximale Gewichtsbelastung liegt zwischen 130 und 150 Kilo. Je höher die maximale Gewichtsbelastung, umso stabiler und hochwertiger die verbauten Komponenten wie das Tretlager und der Keilriemen.
Gleiches gilt für das Gewicht des Heimtrainers. Um einen sicheren Stand zu gewährleisten sollte das Gesamtgewicht des Gerätes mehr als 20 Kilo betragen.
Beim Fahrradergometer lassen sich Sattel und Lenker in Höhe und Neigung verstellen.

Fahrradergometer und Crosstrainer
Bei beiden Geräten werden Beine, Po und natürlich das Herz-Kreislaufsystem trainiert. Beim Fahrrad überwiegend im Sitzen und gebeugt, beim Crosstrainer im Stehen und leicht geneigt. Der zu bekämpfende Widerstand ist am digitalen Display nach eigenem Ermessen regulierbar. Vorgespeicherte Trainingsprogramme sind hilfreich um ein Gefühl für das Gerät und die eigene Fitness zu entwickeln. Für die Überwachung der Pulsfrequenz sind Ohrclips oder metallene Plättchen an den Heimtrainern angebracht. Leider sind die Messungen gerne unzuverlässig und zwickende Clips auf Dauer schmerzhaft. Ich habe mir nach einigen Tagen ein Pulsband zugelegt. Heimtrainer aus dem semi-professionellen Bereich verfügen über eine Kompatibilitätsfunktion, das die Erkennung verschiedener Pulsbänder ermöglicht und mit +- 2 Schlägen konkrete Zahlen für ein gesundheitsförderndes Training liefert. Ein Anschluss für die Verbindung mit einem PC ist Standard. Die Software zum Speichern und Analysieren der Trainingseinheiten kann im Kaufpreis enthalten sein oder gegen Gebühr heruntergeladen werden. Für ambitionierte Sportler und Statistikfans ein praktisches Feature.

Beim Crosstrainer werden durch die Armstangen zusätzlich die Schulter- und Armmuskeln gestärkt. Für Abwechslung beim Training sorgt die Möglichkeit des Rückwärtstretens, bei dem verstärkt die Waden zum Einsatz kommen. Beim Ergorad kann die Bewegung durch das Treten im Stand, bzw. in der Beugung variiert werden.

Wo kaufen
Es lohnt sich im örtlichen Fachhandel nach Ausstellungsstücken zu fragen, auf die es häufig Rabatte gibt. Die Onlinebestellung ist über große Sportversandhäuser möglich. Das Gerät wird vormontiert geliefert was das Zusammenschrauben und –stecken der Teile einfacher macht als vermutet. Gegen Bares wird der Heimtrainer auch vom Fachmann aufgestellt. Service ist ein wichtiger Punkt bei einem Heimtrainer. Nach 3 Jahren machte mein Crosstrainer ungewohnte Schleifgeräusche. Ein kurzer Anruf und zwei Tage später hatte der Techniker den Keilriemen ausgetauscht und meinen Trainer gewartet. 120€ inklusive Anfahrt, Reparatur und Wartung empfand ich als angemessen. Bei Billig-Geräten ist solch ein Service nicht enthalten.

Tipps
Vor allem bei Rücken- und Gelenksschäden ist ein kurzer Arztbesuch ratsam und kann entscheidend für die Wahl des Heimtrainers sein. Im Fachgeschäft bietet sich die Möglichkeit verschiedene Ergometer auszuprobieren.

Fazit
Angesichts der hohen Anschaffungskosten will der Kauf eines Heimtrainers gut überlegt sein. Der innere Schweinehund will trotz ständiger Präsenz eines Sportgerätes zur Bewegung „getreten“ werden. Von Billiggeräten wird der Hobbysportler enttäuscht sein. Unrundes Laufen der Tretlager und der Schwungscheibe sind anstrengend und können zu Gelenkschmerzen führen oder diese verschlimmern. Frustriert werden die guten Vorsätze samt Trainer entsorgt. Dann lieber gleich in ein semi-professionelles Gerät investieren. Das hält den Spaß am Schwitzen über viele Jahre aufrecht.

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Ein Gedanke zu „Bewegende Vorsätze: Einen Heimtrainer kaufen

  • 23. Januar 2014 um 10:42
    Permalink

    Diesen Vorsatz kann ich nur Tatkräftig unterstützen und verstehe ich zu 100% 🙂 Alle Jahre wieder kommt der Jahresvorsatz mit dem mehr Sport betreiben. Und heuer habe ich mir auch einen Heimtrainer gegönnt. In der Hoffnung das ich dann mehr Bewegung mache.
    Lg, Hanna

    Antwort

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