Europa Universalis II Produkttest

Europa Universalis II Test

Europa? Nein! Das ist mir nicht genug!

Pro: Komplexes Strategiespiel, Langzeitmotivation gegeben
Kontra: Anfangs viele Bugs, durch Updates jedoch behoben

Empfehlenswert: Ja

Unsere Bewertung: 5

Europa Universalis 2 Startbildschirm

√úber das PC-Spiel Europa Universalis II

Inhaltsverzeichnis:

1. Wie ich zu Europa Universalis 2 kam
2. Was ist Europa Universalis II genau f√ľr ein Spiel?3. Systemvoraussetzungen
4. Installation
5. Spielstart

– Die Szenarien
– Die Nationen

6. Das Spiel

– Allgemein
– Steuerung
РDie Gebäude
– Die Rohstoffe
– Die Handelszentren
– Die Technologien
РDie Stabilität
– Die Innenpolitik
– Die Religion
– Die Diplomatie
– Die Einheiten
– Der Krieg
РAufstände
– Events

7. Grafik
8. Sound
9. Musik
10. Muliplayermodus
11. Langzeitmotivation
12. Anleitung
13. Tutorial
14. Bugs
15. Meine Meinung

-Positiv
-Negativ

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1. Wie ich zu Europa Universalis 2 kam:

Es ist gut 2 Jahre her, dass ich von einem Freund mit in ein Kaufhaus gezehrt wurde. Das sind diese Geb√§ude, wo man von konsums√ľchtigen Menschenmengen zerdr√ľckt wird. Nat√ľrlich gingen wir zu den PC-Spielen. W√§hrend er sich nach den neusten „Ich schie√ü dich tot“-Spielen umschaute ging ich lustlos durch die Reihen. „Ich w√ľrde ja eh nichts kaufen“, dachte ich. Mehr oder weniger wahllos griff ich ein Spiel aus dem Regal. Es hie√ü: „Europa Universalis II“. Das Cover und die Screenshots schrien gerade zu: „Kauf mich bitte nicht.“ Aber die Features des Spiels klangen sehr √ľberzeugend: „400 Jahre historischer Spielspa√ü“. Oder: „√úber 200 Nationen sind spielbar.“ Man merkt es vielleicht schon, dass es sich bei Europa Universalis II um ein Strategiespiel handelt. Aber so ein Strategiespiel hatte ich vorher noch nie gesehen. Die ganze Welt sollte spielbar sein? Alleine deshalb musste ich mir das Spiel kaufen.

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2. Was ist Europa Universalis II genau f√ľr ein Spiel?

Oben habe ich ja bereits Features angesprochen. „Europa Universalis II“ ist ein historisches Echtzeitstrategiespiel, bei dem die Zeit von 1419 bis 1820 simuliert wird. Als Herrscher einer Nation lenkt man vollst√§ndig deren Geschicke. Egal ob es um Handel, Diplomatie oder Krieg geht, man kontrolliert alles. Das Spiel l√§uft dabei im Echtzeitmodus, also nicht rundenbasiert ab. Das Ziel des Spieles klingt vielleicht etwas ern√ľchternd. Durch gute Staatspolitik oder Kriegsgeschicke, bekommt man Punkte. Am Ende des Spiels gewinnt nat√ľrlich der jenige mit den meisten Punkten. Die Weltherrschaft zu erreichen ist nahezu unm√∂glich, aber dazu komme ich sp√§ter. Entwickelt wurde „Europa Universalis II“ von der schwedischen Firma Paradox. Erschienen ist das Spiel im Jahr 2001.

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3. Systemvoraussetzungen:

„Europa Universalis II“ hat nur bescheidene Systemanspr√ľche.

Windows 98/ ME / 2000 / XP

Pentium II 266 MHz 64 Mb RAM

2 MB Grafikkarte DirectX kompatibel

200 MB freier Festplattenspeicher

DirectX 8

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4. Installation:

Heutzutage ist die Installation eines PC-Spiels keine Kunst mehr. Und auch bei „Europa Universalis II“ kommt man ohne Informatikstudium aus. Nach dem Einlegen der CD erscheint ein Autostartmen√ľ, und ein Klick auf den „Installieren“-Button startet das Setup. Nun muss man noch das Installationsverzeichnis angeben. Zuletzt erscheint eine Auswahl zwischen der Standartinstallation und der Minimalinstallation. Die Minimalinstallation ben√∂tigt 180 MB, und die Standartinstallation 390 MB. Bei letzterer werden die Musikdateien mit auf die Festplatte kopiert.

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5. Spielstart:

Voller Erwartung startete ich das Spiel. Zu erst erscheint ein Introvideo, das ich als sehr bescheiden bewerte. Es wird eigentlich nur ein Kirchenfenster gezeigt, und dazu etwas zur damaligen Geschichte erzählt. Also das Intro ist nicht gerade aufregend.

Das Hauptmen√ľ ist auch einfach gestaltet, positiv fiel mir aber gleich die sch√∂ne klassische Musik auf. Sogleich startete ich ein Einzelspielerspiel. Man kommt in ein Men√ľ, in dem man f√ľr sein Spiel die gew√ľnschten Einstellung vornehmen kann. Zu aller erst w√§re da die Wahl eines Szenarios. Es gibt sieben historische Szenarien zur Auswahl.

– Die Szenarien

1. Die große Kampagne (1419-1820)

2. Das Zeitalter der Entdeckung (1492-1820)

3. Das Zeitalter des Absolutismus (1617-1820)

4. Das Zeitalter der Aufklärung (1700-1820)

5. Der amerikanische Traum (1773-1820)

6. Revolution und Restauration (1773-1820)

7. Napoleons Ambitationen (1795-1820)

Jedes Szenario hat seine Vor- und Nachteile. Die sp√§teren Szenarien bringen meiner Meinung nach mehr Spa√ü, aber die Spielzeit ist gleichzeitig k√ľrzer.

– Die Nationen

Wie schon erw√§hnt sind alle Nationen spielbar. Ob England oder China, oder der Kleinstaat Hessen, es spielt keine Rolle. 10 Minuten habe ich mindestens gebraucht um mich f√ľr eine Nation zu entscheiden. Ich f√ľhlte mich wie ein Kind im Spielzeugladen. Nach der Auswahl der Nation ist man nur noch einen Klick vom Spielstart entfernt. Aber nat√ľrlich lassen sich auch noch Einstellungen zum Schwierigkeitsgrad und zur Aggressivit√§t der Computerspieler festlegen.

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6. Das Spiel:

– Allgemein

Das Spiel findet auf einer Weltkarte statt, die sich auf verschiedene Stufen zoomen l√§sst. Die Welt ist nat√ľrlich in einzelne Nationen und Provinzen unterteilt. In den Provinzen stehen teilweise milit√§rische Einheiten zur Verf√ľgung.

Da es sich um ein Echtzeitstrategiespiel handelt, f√ľhren alle (Computer)spieler ihre Aktionen gleichzeitig aus. Die Zeit l√§uft in Tagen ab, die Spielgeschwindigkeit l√§sst sich jeder Zeit individuell per Tastendruck √§ndern. Und wenn es mal zu hektisch wird, kann man auch die Pausetaste bet√§tigen. Positiv im Pausenmodus ist, dass der Spieler weiterhin Befehle geben, und Aktionen ausf√ľhren kann. Somit herrscht in „Europa Universalis II“ keine Hektik wie es in manch anderen Echtzeitstrategiespielen der Fall.

– Steuerung

Gespielt wird fast ausschlie√ülich mit der Maus. Um Einheiten zu bewegen, w√§hlt man diese mit einen Linksklick aus, und weist ihnen mit einem Rechtklick eine Zielprovinz zu. Befinden sich zwei feindliche Armeen in einer Provinz, beginnt automatisch der Kampf. Dies ist nat√ľrlich nur im Krieg der Fall.

Wählt man statt einer militärischen Einheit eine Provinz aus, so erscheint links im Bild die Provinzhauptstadt.

РDie Gebäude

In der Provinzhauptstadt kann man Geb√§ude ausbauen oder neu errichten. Die Anzahl der zur Verf√ľgung stehenden Geb√§ude ist allerdings gering. Die teuersten Geb√§ude sind Manufakturen, also der Vorg√§nger der Fabrik. Die Manufakturen bringen viel Geld ein, und geben einen Forschungsbonus. Insgesamt gibt es f√ľnf verschiedene Manufakturen: Die Raffinerie, die Schiffsmanufaktur, die Kunstakademie, die Waffenmanufaktur sowie die Handelsg√ľtermanufaktur. Jede Manufaktur bringt seine speziellen Vorteile mit. Man kann den Gewinn von Manufakturen noch erh√∂hen, wenn man sie in Provinzen baut, in der f√ľr die Manufaktur wichtige Rohstoffe sind. Z.B. sollte man Waffenmanufakturen in Provinzen mit Eisen oder Kupfer bauen. Dann lassen sich Stadtmauern bauen, die vor Angriffen sch√ľtzen sollen. Weiterhin Werften und Rekrutierungszentren f√ľr die milit√§rische Aufr√ľstung. Zuletzt w√§ren da noch verschiedene Geb√§ude zur Provinzverwaltung.

– Die Rohstoffe

Jede Provinz hat einen bestimmten Rohstoff. Der am h√§ufigsten vorkommende „Rohstoff“ ist Getreide. Getreide bringt kaum Geld ein. Dem gegen√ľber stehen Luxusg√ľter wie Tee oder Gew√ľrze die einen deutlich h√∂heren Wert haben. Die Waren werden automatisch in Handelszentren verkauft, und der Spieler erh√§lt Geld daf√ľr. Die Preise von Waren sind √ľbrigens dynamisch und h√§ngen von Angebot und Nachfrage ab. Teilweise sind sie noch durch andere Faktoren beeinflusst. Z.B. steigt der Wert der „Ware“ Sklaven, je mehr Zuckerplantagen in der Karibik genutzt werden.

– Die Handelszentren

Handelszentren kann man nicht bauen sie sind einfach von vorne herein da. In einem Handelszentrum ist praktisch der gesamte Wert aller Waren in einem Gebiet zusammengefasst. In den Handelszentren konkurrieren H√§ndler aller Nationen miteinander. Jede Nation, und nat√ľrlich auch der Spieler, kann H√§ndler in ein Handelszentrum schicken. Je mehr H√§ndler man in einem Handelszentrum hat, desto mehr Geld verdient man. Doch H√§ndler k√∂nnen auch verdr√§ngt werden, so dass man √∂fters H√§ndler nachschicken muss. Aber nat√ľrlich stehen einem auch nicht unendlich H√§ndler zur Verf√ľgung, sondern pro Jahr nur eine begrenzte Anzahl. Die Nationen auf dessen Boden das Handelszentrum steht, verdient noch extra viel Geld. Es lohnt sich in einem Krieg deshalb die Handelszentren zu erobern. Wie viel Geld man durch den Handel gewinnt h√§ngt √ľbrigens auch von der Technologiestufe ab.

– Die Technologien

Besonders wichtig ist auch die Erforschung von Technologien. Es gibt f√ľnf Technologiezweige: Armeetechnologie, Marinetechnologie, Handelstechnologie und die Infrastrukturtechnologie. Je h√∂her die Armee- und die Marinetechnologie ist, desto besser k√§mpfen die Einheiten. Die Handelstechnologie bringt mehr Handelseinnahmen, und die Infrastrukturtechnologie erh√∂ht das Steuereinkommen aus den Provinzen sowie deren Produktivit√§t bei der Herstellung der Waren. Einige Technologien bringen zudem noch besondere Sachen hervor. Z.B. neue Einheiten oder Geb√§ude. Die Erforschung von Technologien kostet nat√ľrlich Geld. Der Spieler muss per Schieberegler entscheiden, wie viel Geld er welchen Forschungszweig zuordnen m√∂chte, bzw. er kann das Geld auch in die Staatskasse flie√üen lassen. Am Anfang des Absatzes habe ich darauf hingewiesen, dass es f√ľnf Technologiezweige gibt. Ich habe allerdings nur vier aufgez√§hlt. Dass liegt daran, das der f√ľnfte Zweig eigentlich keine Technologie beinhaltet, sondern die Stabilit√§t. Nanu? Stabilit√§t?

РDie Stabilität

Die Stabilit√§t ist ein Wert der die politische Ordnung darstellt. Ein Land mit einer niedrigen Stabilit√§t ist gepr√§gt von Aufst√§nden und niedrigen Steueraufkommen. Deshalb sollte man stets das Maximum an Stabilit√§t anstreben. Um die Stabilit√§t zu steigern investiert man einfach Geld im Technologiemen√ľ bei der Stabilit√§t. Die Stabilit√§tsskala geht von -3 bis +3.

Die Stabilität kann auf verschiedene Art sinken. Zum einen bringen gewisse politische Aktionen und Reformen einen Verlust, zum anderen sind es Kriege oder zufällige Ereignisse die Eintreten können. Nun widme ich mich den politischen Reformen.

– Die Innenpolitik

Von europaweiter Politikverdrossenheit haben sich die Entwickler nicht beeinflussen lassen, und haben ein recht gutes Politiksystem programmiert. Als Herrscher kann man sich entscheiden wie man seinen Staat gerne ordnen möchte. Per Schiebregler muss kann man sich zwischen gewissen Dualitäten entscheiden. Genauer gesagt zwischen:

Plutokratie und Aristokratie. Dezentralisierung und Zentralisierung. Intoleranz und Toleranz. Freihandel und Merkantilismus. Defensiv- und Offensivstrategie. Seemacht und Landmacht. Quantität und Qualität. Freie Untertanen und Leibeigenschaft.

Man kann √ľber Schieberegler einstellen wie das Verh√§ltnis dieser politischen Gegens√§tze sein sollen. Jeder Bereich bringt eine Vielzahl von Ver√§nderungen mit sich. Wenn man z.B. sich entschlie√üt seine Untertanen von der Leibeigenschaft zu befreien, wird der Kauf von Soldaten teurer, und es wird l√§nger dauern Stabilit√§t wieder herzustellen. Auf der anderen Seite werden die Soldaten besser K√§mpfen, weil sie als freie Menschen eine h√∂here Moral haben. Auch die Produktivit√§t der Bev√∂lkerung nimmt zu. Man sieht, dass jede √Ąnderung Vor- und gleichzeitig Nachteile mit sich bringt. Und nun wird es spirituell.

– Die Religion

Den Bereich der Religion ignoriere ich √∂fters. Wobei dieser eigentlich eine entscheidende Rolle spielt. Zuerst einmal hat jeder Staat eine von zehn Staatsreligionen. Folgende Religionen gibt es: Katholizismus, Gegenreformierter Katholizismus, Lutheraner, Reformisten, Orthodoxe, Schiitische Muslime, Sunnitische Muslime, Konfuzianisch, Hinduistisch und Buddhistisch. Nat√ľrlich hat jede Religion seine speziellen Vorteile. Die Staatsreligion kann man auch √§ndern. Allerdings nicht wild. England kann z.B. nicht buddhistisch gemacht werden. Aber warum sollte man seine Religion √§ndern? Ganz einfach. Die einzelnen Provinzen die man besitzt m√ľssen nicht unbedingt die Staatsreligion haben, sondern k√∂nnen auch ihre eigene haben. Wenn so ein Fall auftritt, kann dies zu Spannungen f√ľhren. Provinzen, deren Religion von der Staatsreligion abweicht, zahlen weniger Steuern und sind aufstandsgef√§hrdeter. Man also entweder die Staatsreligion umkonvertieren, oder Missionare in solchen Provinzen schicken, um die Bev√∂lkerung zu bekehren.

Die Religion hat nicht nur innenpolitische Einfl√ľsse, sondern auch au√üenpolitische. L√§nder mit verschieden Religionen haben schlechtere Beziehungen zu einander, und f√ľhren auch √∂fters Kriege gegeneinander.

– Die Diplomatie

Besonders gelungen finde ich auch das Diplomatiesystem. Man kann eine Vielzahl von Vertr√§gen aushandeln. Da w√§ren z.B. Allianzen, Handelsvertr√§ge, Truppenpr√§senzen, Staatsehen und Kriegserkl√§rungen, um nur mal ein paar der Optionen zu nennen. Besonders wichtig sind die Beziehungen zu anderen L√§ndern. Schlechte Beziehungen k√∂nnen zu Kriegen f√ľhren. Gute zu friedlichen Nebeneinander leben.

Manchmal m√∂chte man nat√ľrlich kein friedliches Zusammenleben, sondern sucht die Konfrontation. Tja, dann heisst es wohl Krieg. Aber nicht zu voreilig. Die anderen Nation sehen Angriffskriege nicht gern. Deshalb ist es gut wenn man einen Kriegsgrund, oder feiner ausgedr√ľckt, einen „Casus belli“ hat. Kriegsgr√ľnde kann man durch verschiedene Ursachen erlangen. Z.B. durch ein Zufallsereignis.

– Die Einheiten

Bevor es aber zum Krieg geht, noch ein paar Worte zu dem milit√§rischen Einheiten. Es gibt jeweils drei Landeinheiten und drei Seeeinheiten. Bei den Landeinheiten gibt es die Infanterie, die Kavallerie und Artillerie. Infanterie ist g√ľnstig, Kavallerie schnell und etwas teurer. Die Artillerie ist besonders wertvoll bei Belagerungen. Bei der Flotte gibt es die Gattungen: Kriegsschiff, Galeone und Transportschiff. Kriegsschiffe sind die m√§chtigsten, aber nat√ľrlich auch die teuersten. Galeonen sind zwar g√ľnstig, aber sind nur f√ľr kleine Meere, wie die Nordsee oder das Mittelmeer, zu gebrauchen. Sobald Galeonen in den Atlantik fahren gehen sie von selbst unter. Transportschiffe sind nat√ľrlich f√ľr den Transport von Truppen zu gebrauchen.

– Der Krieg

Einem Krieg muss nat√ľrlich eine Kriegserkl√§rung voraus gehen. Am besten sollte man auch mit Verb√ľndeten in den Krieg ziehen. Das Kriegssystem von „Europa Universalis II“ unterscheidet betr√§chtlich und im positiven Sinne von dem anderer Spiele dieses Genres. Wenn man eine Provinz erobert hat, besitzt man sie noch lange nicht. Man bekommt sogenannte Kriegspunkte gutgeschrieben. Kriegspunkte bekommt man ebenso wenn man eine Feld- oder Seeschlacht gewinnt. Wenn Friedensverhandlungen beginnen, kann man je nach Kriegspunkten gewisse Forderungen stellen. Wenn jemand z.B. 100 Kriegspunkte hat, wird sein Gegner nahezu jeden Friedensvertrag annehmen. Bei Friedensvertr√§gen kann man Provinzen fordern, Geld oder Durchmarscherlaubnisse. Wenn man seinen Gegner vernichtend geschlagen hat, kann man aus ihm einen Vasallen machen. Sollte man sogar die ganze Nation besetzt haben, gibt es die M√∂glichkeit das Land zu annektieren, was aber international nicht gern gesehen wird.

Gut finde ich auch, dass die Kriegssituation realistisch dargestellt ist. Selbst wenn man auf dem Schlachtfeld als Sieger hervor geht, kann man dennoch Verlierer sein. Je l√§nger ein Krieg dauert, desto gr√∂√üer wird die Kriegsm√ľdigkeit im Volk. Aufst√§nde sind die Folge. Zudem kann Krieg den wirtschaftlichen Niedergang bedeuten, das viel Geld zur Kriegsf√ľhrung ben√∂tigt wird. Zudem steigt die Inflation. Ja, auch Inflation gibt es in „Europa Universalis II“.

РAufstände

Oft erw√§hnt, noch nicht erl√§utert. Aufst√§nde treten besonders stark im Krieg und bei geringer Stabilit√§t auf. Die aufst√§ndischen Armeen versuchen Provinzen unter ihre Kontrolle zu bringen. Gelingt Ihnen das, kann die Provinz sich f√ľr unabh√§ngig erkl√§ren und einen neuen Staat gr√ľnden. Andererseits kann sich die Provinz einer anderen Nachbarnation anschlie√üen. Deshalb sollte man schnell Aufst√§nde niederschlagen. Und hier haben wir auch den Grund warum es in „Europa Universalis II“ schwer ist, die Weltherrschaft zu erreichen. Aufst√§nde treten n√§mlich besonders h√§ufig in Provinzen auf, die man durch Krieg annektiert hat.

Das waren die wichtigsten Aspekte von „Europa Universalis II“. Es gibt durchaus noch weitere. Entdeckungen, wie die Amerikas. Oder die Kolonisierung von Afrika. Alles √ľber „Europa Universalis zu berichten, w√ľrde einfach den Rahmen sprengen.

– Events

Events sind Ereignisse, die das Spiel noch interessanter machen. Sie treten historisch oder zuf√§llig auf. Ein solches Event k√∂nnte z.B. der 30-j√§hrige Krieg sein. Events k√∂nnen Kriege hervorrufen oder sonstige Ver√§nderungen im Spiel. Das gute ist, dass der Spieler hier selber eingreifen kann, und √∂fters vor eine Entscheidung gestellt wird, die das Spiel beeinflusst. √úber die Events erf√§hrt man teilweise auch historische Hintergr√ľnde. Denn Paradox erkl√§rt die historischen Ereignisse, so dass „Europa Universalis II“ sogar etwas lehrreich ist.

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7. Grafik:

Nachdem ich nun in aller Einzelheit die Spielaspekte erläutert habe, komme ich nun wieder zu allgemeinen Punkten, wie die Grafik. Nun, die Grafik bezeichne ich als mittelmäßig. Sie ist unspektakulär und vollkommen in 2D gehalten. Dennoch wirkt die Grafik in ihrer Einfachkeit schön. Das liegt daran, dass sie sehr weich gezeichnet ist. Die Einheiten sind auch sehr detailliert und wenn sie sich bewegen schön animiert. Dennoch ist die Grafik nicht auf dem Stand des Erscheinungsjahres 2001. Man sieht, dass Paradox sein Augenmerk nicht auf die Grafik gelegt hat, sondern auf die Spielkomplexität.

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8. Sound:

√úber den Sound in „Europa Universais II“ l√§sst sich herzlich wenig sagen. Sounds treten selten auf, z.B. bei Einheitenbewegungen. Die Sounds sind immer die gleichen. Qualitativ sind sie in Ordnung. Insgesamt kann man den Sound als zweckerf√ľllend und befriedigend bewerten.

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9. Musik:

Besser schneidet da schon die Musik ab. Sie passt einfach zur damaligen Epoche. Qualitativ ist sie auch sehr gut. Wie bei allen Spielen von Paradox wiederholt sie sich nur recht schnell, was dazu f√ľhrt, dass man nach ein paar Stunden von der Musik genervt f√ľhlt.

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10. Muliplayermodus:

Ja, es gibt nat√ľrlich auch den Multiplayermodus. Aber was soll ich zudem sagen? Er verh√§lt sich genau wie auch der Einzelspielermodus. Keine Probleme waren f√ľr mich erkennbar. M√∂glich ist eine Verbindung √ľber Internet oder LAN.

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11. Langzeitmotivation:

Wenn man alle Spielaspekte betrachtet, und die Tatsache, dass es so viele Szenarien und 200 spielbare Nationen gibt, kann man sich schon denken, dass „Europa Universalis II“ einfach ein Spiel ist wo Langzeitmotivation gro√ü geschrieben wird, unabh√§ngig davon dass es ein Substantiv ist. „Europa Universalis II“ macht einfach von Anfang bis zum Ende Spa√ü. Und man wird immer wieder dazu animiert ein neues Spiel zu beginnen.

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12. Anleitung:

Bei so einem komplexen Spiel wundert es einem, dass die Anleitung nur 65 Seiten bei einem DIN A6 Format hat. Dennoch enth√§lt die Anleitung jede Menge Informationen. Durch die besonders kleine Schrift l√§sst sich das auch r√§umlich erkl√§ren. Die Erkl√§rungen in der Anleitung sind sehr gut nachvollziehbar. Hier und da sind auch ein paar Screenshots, die aber √ľberfl√ľssig sind, weil sie nicht wirklich zum beschriebenen passen. Besonders gut an der Anleitung finde ich, dass nebenbei noch historische Informationen gegeben werden.

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13. Tutorial:

Als ich anfangs „Europa Universalis II“ startete, kam ich mit der F√ľlle von Aktionsm√∂glichkeiten nicht zurecht. So wird wohl vielen Anf√§ngern gehen. Ich hatte keine Lust mir erst mal die Anleitung durchzulesen. Brauchte ich auch nicht, denn es war ein Tutorial im Spiel integriert. Das Tutorial ersetzt nicht das Handbuch erkl√§rt aber das f√ľr „Europa Universalis II“ n√∂tige Basiswissen. Ich kann das Tutorial klar empfehlen, ein Lernerfolg scheint mir garantiert.

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14. Bugs:

„Europa Universalis II“ war anfangs gerade nur so von Bugs (Fehler im Spiel) verseucht. Das Spiel st√ľrtzte teilweise schon beim Ladevorgang ab. Auch mitten im Spiel st√ľrzte das Spiel alle halbe Stunde mal ab. Und an einer Stelle fror das Spiel sich selbst ein. Ich glaube im Jahr 1747. Also Bugs pur. Um so schlimmer wenn ich nun noch hinzuf√ľge, dass ich damals eine aktuelle Version hatte, die Version 1.04. Kaum vorstellbar wie verbugt die Version 1.0 war. In dem Stadium h√§tte Paradox das Spiel nicht verkaufen d√ľrfen. Ich meine, ist der Spieler Betatester? Aber nun die Positive Nachricht: Paradox hat weitere Updates herausgebracht. Und diese haben alle Fehler beseitigt, und sogar einige kleinere neue Spielfeatures hinzugef√ľgt.

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15. Meine Meinung:

Nat√ľrlich habe ich schon bewertend kommentiert. Nun m√∂chte es noch einmal auf den Punkt bringen.

– Positiv

Am besten finde ich, dass es ein weltweites Spielgeschehen gibt, und dass alle Nationen spielbar sind. Denn somit schafft Paradox mal wieder Langzeitmotivation. Die Tatsache, das „Europa Universalis II“ ein Echtzeitstrategiespiel ist gef√§llt mir ebenfalls sehr. Denn in rundenbasierten Spielen kommt mir die Spannung zu kurz. Das Spiel simuliert sehr gut die Staatsf√ľhrung, und l√§sst keinen politischen Bereich. Diese Detailf√ľlle macht „Europa Universalis II“ zu einem komplexen Spiel, das nicht so schnell langweilig wird.

– Negativ

Nun was soll ich da sagen? Als wirklich negativ empfand ich nur die Bugs, die aber nun behoben sind. Ansonsten, klar, Grafik und Sound schneiden nicht wirklich gut ab. Diese sind aber wie gesagt, so in Ordnung wie sie sind. „Europa Universalis II“ ist sonst einfach ein gutes PC Spiel. Aber Achtung! Wer nicht ein Fan von Hardcorestrategie ist, wird an „Europa Universalis II“ keinen Spa√ü haben. Man muss sich schon auf eine spielerische Herausforderung gefasst machen.

Somit kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen. F√ľr ein PC Spiel des Jahres 2001 ist es immer noch klasse. Deshalb 4 Sterne. Abzug wegen M√§ngel bei Sound und Grafik.

Europa Universalis 2 Screenshots:

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Artikel-Schlagwörter: Echtzeitstrategiespiel, Europa Universalis II, Paradox, PC Spiel, Strategiespiel,

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