Europa Universalis II Test

Europa? Nein! Das ist mir nicht genug!

Die Testergebnisse in Kürze:

Pro:

Komplexes Strategiespiel, Langzeitmotivation gegeben

Kontra:

Anfangs viele Bugs, durch Updates jedoch behoben

Unser Testurteil

1 (Sehr gut)

Kauf empfohlen?

Ja

Europa Universalis 2 Startbildschirm

Über das PC-Spiel Europa Universalis II

Inhaltsverzeichnis:

1. Wie ich zu Europa Universalis 2 kam
2. Was ist Europa Universalis II genau für ein Spiel?3. Systemvoraussetzungen
4. Installation
5. Spielstart

– Die Szenarien
– Die Nationen

6. Das Spiel

– Allgemein
– Steuerung
– Die Gebäude
– Die Rohstoffe
– Die Handelszentren
– Die Technologien
– Die Stabilität
– Die Innenpolitik
– Die Religion
– Die Diplomatie
– Die Einheiten
– Der Krieg
– Aufstände
– Events

7. Grafik
8. Sound
9. Musik
10. Muliplayermodus
11. Langzeitmotivation
12. Anleitung
13. Tutorial
14. Bugs
15. Meine Meinung

-Positiv
-Negativ

__________________________________________________________________________________

1. Wie ich zu Europa Universalis 2 kam:

Es ist gut 2 Jahre her, dass ich von einem Freund mit in ein Kaufhaus gezehrt wurde. Das sind diese Gebäude, wo man von konsumsüchtigen Menschenmengen zerdrückt wird. Natürlich gingen wir zu den PC-Spielen. Während er sich nach den neusten „Ich schieß dich tot“-Spielen umschaute ging ich lustlos durch die Reihen. „Ich würde ja eh nichts kaufen“, dachte ich. Mehr oder weniger wahllos griff ich ein Spiel aus dem Regal. Es hieß: „Europa Universalis II“. Das Cover und die Screenshots schrien gerade zu: „Kauf mich bitte nicht.“ Aber die Features des Spiels klangen sehr überzeugend: „400 Jahre historischer Spielspaß“. Oder: „Über 200 Nationen sind spielbar.“ Man merkt es vielleicht schon, dass es sich bei Europa Universalis II um ein Strategiespiel handelt. Aber so ein Strategiespiel hatte ich vorher noch nie gesehen. Die ganze Welt sollte spielbar sein? Alleine deshalb musste ich mir das Spiel kaufen.

__________________________________________________________________________________

2. Was ist Europa Universalis II genau für ein Spiel?

Oben habe ich ja bereits Features angesprochen. „Europa Universalis II“ ist ein historisches Echtzeitstrategiespiel, bei dem die Zeit von 1419 bis 1820 simuliert wird. Als Herrscher einer Nation lenkt man vollständig deren Geschicke. Egal ob es um Handel, Diplomatie oder Krieg geht, man kontrolliert alles. Das Spiel läuft dabei im Echtzeitmodus, also nicht rundenbasiert ab. Das Ziel des Spieles klingt vielleicht etwas ernüchternd. Durch gute Staatspolitik oder Kriegsgeschicke, bekommt man Punkte. Am Ende des Spiels gewinnt natürlich der jenige mit den meisten Punkten. Die Weltherrschaft zu erreichen ist nahezu unmöglich, aber dazu komme ich später. Entwickelt wurde „Europa Universalis II“ von der schwedischen Firma Paradox. Erschienen ist das Spiel im Jahr 2001.

__________________________________________________________________________________

3. Systemvoraussetzungen:

„Europa Universalis II“ hat nur bescheidene Systemansprüche.

Windows 98/ ME / 2000 / XP

Pentium II 266 MHz 64 Mb RAM

2 MB Grafikkarte DirectX kompatibel

200 MB freier Festplattenspeicher

DirectX 8

__________________________________________________________________________________

4. Installation:

Heutzutage ist die Installation eines PC-Spiels keine Kunst mehr. Und auch bei „Europa Universalis II“ kommt man ohne Informatikstudium aus. Nach dem Einlegen der CD erscheint ein Autostartmenü, und ein Klick auf den „Installieren“-Button startet das Setup. Nun muss man noch das Installationsverzeichnis angeben. Zuletzt erscheint eine Auswahl zwischen der Standartinstallation und der Minimalinstallation. Die Minimalinstallation benötigt 180 MB, und die Standartinstallation 390 MB. Bei letzterer werden die Musikdateien mit auf die Festplatte kopiert.

__________________________________________________________________________________

5. Spielstart:

Voller Erwartung startete ich das Spiel. Zu erst erscheint ein Introvideo, das ich als sehr bescheiden bewerte. Es wird eigentlich nur ein Kirchenfenster gezeigt, und dazu etwas zur damaligen Geschichte erzählt. Also das Intro ist nicht gerade aufregend.

Das Hauptmenü ist auch einfach gestaltet, positiv fiel mir aber gleich die schöne klassische Musik auf. Sogleich startete ich ein Einzelspielerspiel. Man kommt in ein Menü, in dem man für sein Spiel die gewünschten Einstellung vornehmen kann. Zu aller erst wäre da die Wahl eines Szenarios. Es gibt sieben historische Szenarien zur Auswahl.

– Die Szenarien

1. Die große Kampagne (1419-1820)

2. Das Zeitalter der Entdeckung (1492-1820)

3. Das Zeitalter des Absolutismus (1617-1820)

4. Das Zeitalter der Aufklärung (1700-1820)

5. Der amerikanische Traum (1773-1820)

6. Revolution und Restauration (1773-1820)

7. Napoleons Ambitationen (1795-1820)

Jedes Szenario hat seine Vor- und Nachteile. Die späteren Szenarien bringen meiner Meinung nach mehr Spaß, aber die Spielzeit ist gleichzeitig kürzer.

– Die Nationen

Wie schon erwähnt sind alle Nationen spielbar. Ob England oder China, oder der Kleinstaat Hessen, es spielt keine Rolle. 10 Minuten habe ich mindestens gebraucht um mich für eine Nation zu entscheiden. Ich fühlte mich wie ein Kind im Spielzeugladen. Nach der Auswahl der Nation ist man nur noch einen Klick vom Spielstart entfernt. Aber natürlich lassen sich auch noch Einstellungen zum Schwierigkeitsgrad und zur Aggressivität der Computerspieler festlegen.

__________________________________________________________________________________

6. Das Spiel:

– Allgemein

Das Spiel findet auf einer Weltkarte statt, die sich auf verschiedene Stufen zoomen lässt. Die Welt ist natürlich in einzelne Nationen und Provinzen unterteilt. In den Provinzen stehen teilweise militärische Einheiten zur Verfügung.

Da es sich um ein Echtzeitstrategiespiel handelt, führen alle (Computer)spieler ihre Aktionen gleichzeitig aus. Die Zeit läuft in Tagen ab, die Spielgeschwindigkeit lässt sich jeder Zeit individuell per Tastendruck ändern. Und wenn es mal zu hektisch wird, kann man auch die Pausetaste betätigen. Positiv im Pausenmodus ist, dass der Spieler weiterhin Befehle geben, und Aktionen ausführen kann. Somit herrscht in „Europa Universalis II“ keine Hektik wie es in manch anderen Echtzeitstrategiespielen der Fall.

– Steuerung

Gespielt wird fast ausschließlich mit der Maus. Um Einheiten zu bewegen, wählt man diese mit einen Linksklick aus, und weist ihnen mit einem Rechtklick eine Zielprovinz zu. Befinden sich zwei feindliche Armeen in einer Provinz, beginnt automatisch der Kampf. Dies ist natürlich nur im Krieg der Fall.

Wählt man statt einer militärischen Einheit eine Provinz aus, so erscheint links im Bild die Provinzhauptstadt.

– Die Gebäude

In der Provinzhauptstadt kann man Gebäude ausbauen oder neu errichten. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Gebäude ist allerdings gering. Die teuersten Gebäude sind Manufakturen, also der Vorgänger der Fabrik. Die Manufakturen bringen viel Geld ein, und geben einen Forschungsbonus. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Manufakturen: Die Raffinerie, die Schiffsmanufaktur, die Kunstakademie, die Waffenmanufaktur sowie die Handelsgütermanufaktur. Jede Manufaktur bringt seine speziellen Vorteile mit. Man kann den Gewinn von Manufakturen noch erhöhen, wenn man sie in Provinzen baut, in der für die Manufaktur wichtige Rohstoffe sind. Z.B. sollte man Waffenmanufakturen in Provinzen mit Eisen oder Kupfer bauen. Dann lassen sich Stadtmauern bauen, die vor Angriffen schützen sollen. Weiterhin Werften und Rekrutierungszentren für die militärische Aufrüstung. Zuletzt wären da noch verschiedene Gebäude zur Provinzverwaltung.

– Die Rohstoffe

Jede Provinz hat einen bestimmten Rohstoff. Der am häufigsten vorkommende „Rohstoff“ ist Getreide. Getreide bringt kaum Geld ein. Dem gegenüber stehen Luxusgüter wie Tee oder Gewürze die einen deutlich höheren Wert haben. Die Waren werden automatisch in Handelszentren verkauft, und der Spieler erhält Geld dafür. Die Preise von Waren sind übrigens dynamisch und hängen von Angebot und Nachfrage ab. Teilweise sind sie noch durch andere Faktoren beeinflusst. Z.B. steigt der Wert der „Ware“ Sklaven, je mehr Zuckerplantagen in der Karibik genutzt werden.

– Die Handelszentren

Handelszentren kann man nicht bauen sie sind einfach von vorne herein da. In einem Handelszentrum ist praktisch der gesamte Wert aller Waren in einem Gebiet zusammengefasst. In den Handelszentren konkurrieren Händler aller Nationen miteinander. Jede Nation, und natürlich auch der Spieler, kann Händler in ein Handelszentrum schicken. Je mehr Händler man in einem Handelszentrum hat, desto mehr Geld verdient man. Doch Händler können auch verdrängt werden, so dass man öfters Händler nachschicken muss. Aber natürlich stehen einem auch nicht unendlich Händler zur Verfügung, sondern pro Jahr nur eine begrenzte Anzahl. Die Nationen auf dessen Boden das Handelszentrum steht, verdient noch extra viel Geld. Es lohnt sich in einem Krieg deshalb die Handelszentren zu erobern. Wie viel Geld man durch den Handel gewinnt hängt übrigens auch von der Technologiestufe ab.

– Die Technologien

Besonders wichtig ist auch die Erforschung von Technologien. Es gibt fünf Technologiezweige: Armeetechnologie, Marinetechnologie, Handelstechnologie und die Infrastrukturtechnologie. Je höher die Armee- und die Marinetechnologie ist, desto besser kämpfen die Einheiten. Die Handelstechnologie bringt mehr Handelseinnahmen, und die Infrastrukturtechnologie erhöht das Steuereinkommen aus den Provinzen sowie deren Produktivität bei der Herstellung der Waren. Einige Technologien bringen zudem noch besondere Sachen hervor. Z.B. neue Einheiten oder Gebäude. Die Erforschung von Technologien kostet natürlich Geld. Der Spieler muss per Schieberegler entscheiden, wie viel Geld er welchen Forschungszweig zuordnen möchte, bzw. er kann das Geld auch in die Staatskasse fließen lassen. Am Anfang des Absatzes habe ich darauf hingewiesen, dass es fünf Technologiezweige gibt. Ich habe allerdings nur vier aufgezählt. Dass liegt daran, das der fünfte Zweig eigentlich keine Technologie beinhaltet, sondern die Stabilität. Nanu? Stabilität?

– Die Stabilität

Die Stabilität ist ein Wert der die politische Ordnung darstellt. Ein Land mit einer niedrigen Stabilität ist geprägt von Aufständen und niedrigen Steueraufkommen. Deshalb sollte man stets das Maximum an Stabilität anstreben. Um die Stabilität zu steigern investiert man einfach Geld im Technologiemenü bei der Stabilität. Die Stabilitätsskala geht von -3 bis +3.

Die Stabilität kann auf verschiedene Art sinken. Zum einen bringen gewisse politische Aktionen und Reformen einen Verlust, zum anderen sind es Kriege oder zufällige Ereignisse die Eintreten können. Nun widme ich mich den politischen Reformen.

– Die Innenpolitik

Von europaweiter Politikverdrossenheit haben sich die Entwickler nicht beeinflussen lassen, und haben ein recht gutes Politiksystem programmiert. Als Herrscher kann man sich entscheiden wie man seinen Staat gerne ordnen möchte. Per Schiebregler muss kann man sich zwischen gewissen Dualitäten entscheiden. Genauer gesagt zwischen:

Plutokratie und Aristokratie. Dezentralisierung und Zentralisierung. Intoleranz und Toleranz. Freihandel und Merkantilismus. Defensiv- und Offensivstrategie. Seemacht und Landmacht. Quantität und Qualität. Freie Untertanen und Leibeigenschaft.

Man kann über Schieberegler einstellen wie das Verhältnis dieser politischen Gegensätze sein sollen. Jeder Bereich bringt eine Vielzahl von Veränderungen mit sich. Wenn man z.B. sich entschließt seine Untertanen von der Leibeigenschaft zu befreien, wird der Kauf von Soldaten teurer, und es wird länger dauern Stabilität wieder herzustellen. Auf der anderen Seite werden die Soldaten besser Kämpfen, weil sie als freie Menschen eine höhere Moral haben. Auch die Produktivität der Bevölkerung nimmt zu. Man sieht, dass jede Änderung Vor- und gleichzeitig Nachteile mit sich bringt. Und nun wird es spirituell.

– Die Religion

Den Bereich der Religion ignoriere ich öfters. Wobei dieser eigentlich eine entscheidende Rolle spielt. Zuerst einmal hat jeder Staat eine von zehn Staatsreligionen. Folgende Religionen gibt es: Katholizismus, Gegenreformierter Katholizismus, Lutheraner, Reformisten, Orthodoxe, Schiitische Muslime, Sunnitische Muslime, Konfuzianisch, Hinduistisch und Buddhistisch. Natürlich hat jede Religion seine speziellen Vorteile. Die Staatsreligion kann man auch ändern. Allerdings nicht wild. England kann z.B. nicht buddhistisch gemacht werden. Aber warum sollte man seine Religion ändern? Ganz einfach. Die einzelnen Provinzen die man besitzt müssen nicht unbedingt die Staatsreligion haben, sondern können auch ihre eigene haben. Wenn so ein Fall auftritt, kann dies zu Spannungen führen. Provinzen, deren Religion von der Staatsreligion abweicht, zahlen weniger Steuern und sind aufstandsgefährdeter. Man also entweder die Staatsreligion umkonvertieren, oder Missionare in solchen Provinzen schicken, um die Bevölkerung zu bekehren.

Die Religion hat nicht nur innenpolitische Einflüsse, sondern auch außenpolitische. Länder mit verschieden Religionen haben schlechtere Beziehungen zu einander, und führen auch öfters Kriege gegeneinander.

– Die Diplomatie

Besonders gelungen finde ich auch das Diplomatiesystem. Man kann eine Vielzahl von Verträgen aushandeln. Da wären z.B. Allianzen, Handelsverträge, Truppenpräsenzen, Staatsehen und Kriegserklärungen, um nur mal ein paar der Optionen zu nennen. Besonders wichtig sind die Beziehungen zu anderen Ländern. Schlechte Beziehungen können zu Kriegen führen. Gute zu friedlichen Nebeneinander leben.

Manchmal möchte man natürlich kein friedliches Zusammenleben, sondern sucht die Konfrontation. Tja, dann heisst es wohl Krieg. Aber nicht zu voreilig. Die anderen Nation sehen Angriffskriege nicht gern. Deshalb ist es gut wenn man einen Kriegsgrund, oder feiner ausgedrückt, einen „Casus belli“ hat. Kriegsgründe kann man durch verschiedene Ursachen erlangen. Z.B. durch ein Zufallsereignis.

– Die Einheiten

Bevor es aber zum Krieg geht, noch ein paar Worte zu dem militärischen Einheiten. Es gibt jeweils drei Landeinheiten und drei Seeeinheiten. Bei den Landeinheiten gibt es die Infanterie, die Kavallerie und Artillerie. Infanterie ist günstig, Kavallerie schnell und etwas teurer. Die Artillerie ist besonders wertvoll bei Belagerungen. Bei der Flotte gibt es die Gattungen: Kriegsschiff, Galeone und Transportschiff. Kriegsschiffe sind die mächtigsten, aber natürlich auch die teuersten. Galeonen sind zwar günstig, aber sind nur für kleine Meere, wie die Nordsee oder das Mittelmeer, zu gebrauchen. Sobald Galeonen in den Atlantik fahren gehen sie von selbst unter. Transportschiffe sind natürlich für den Transport von Truppen zu gebrauchen.

– Der Krieg

Einem Krieg muss natürlich eine Kriegserklärung voraus gehen. Am besten sollte man auch mit Verbündeten in den Krieg ziehen. Das Kriegssystem von „Europa Universalis II“ unterscheidet beträchtlich und im positiven Sinne von dem anderer Spiele dieses Genres. Wenn man eine Provinz erobert hat, besitzt man sie noch lange nicht. Man bekommt sogenannte Kriegspunkte gutgeschrieben. Kriegspunkte bekommt man ebenso wenn man eine Feld- oder Seeschlacht gewinnt. Wenn Friedensverhandlungen beginnen, kann man je nach Kriegspunkten gewisse Forderungen stellen. Wenn jemand z.B. 100 Kriegspunkte hat, wird sein Gegner nahezu jeden Friedensvertrag annehmen. Bei Friedensverträgen kann man Provinzen fordern, Geld oder Durchmarscherlaubnisse. Wenn man seinen Gegner vernichtend geschlagen hat, kann man aus ihm einen Vasallen machen. Sollte man sogar die ganze Nation besetzt haben, gibt es die Möglichkeit das Land zu annektieren, was aber international nicht gern gesehen wird.

Gut finde ich auch, dass die Kriegssituation realistisch dargestellt ist. Selbst wenn man auf dem Schlachtfeld als Sieger hervor geht, kann man dennoch Verlierer sein. Je länger ein Krieg dauert, desto größer wird die Kriegsmüdigkeit im Volk. Aufstände sind die Folge. Zudem kann Krieg den wirtschaftlichen Niedergang bedeuten, das viel Geld zur Kriegsführung benötigt wird. Zudem steigt die Inflation. Ja, auch Inflation gibt es in „Europa Universalis II“.

– Aufstände

Oft erwähnt, noch nicht erläutert. Aufstände treten besonders stark im Krieg und bei geringer Stabilität auf. Die aufständischen Armeen versuchen Provinzen unter ihre Kontrolle zu bringen. Gelingt Ihnen das, kann die Provinz sich für unabhängig erklären und einen neuen Staat gründen. Andererseits kann sich die Provinz einer anderen Nachbarnation anschließen. Deshalb sollte man schnell Aufstände niederschlagen. Und hier haben wir auch den Grund warum es in „Europa Universalis II“ schwer ist, die Weltherrschaft zu erreichen. Aufstände treten nämlich besonders häufig in Provinzen auf, die man durch Krieg annektiert hat.

Das waren die wichtigsten Aspekte von „Europa Universalis II“. Es gibt durchaus noch weitere. Entdeckungen, wie die Amerikas. Oder die Kolonisierung von Afrika. Alles über „Europa Universalis zu berichten, würde einfach den Rahmen sprengen.

– Events

Events sind Ereignisse, die das Spiel noch interessanter machen. Sie treten historisch oder zufällig auf. Ein solches Event könnte z.B. der 30-jährige Krieg sein. Events können Kriege hervorrufen oder sonstige Veränderungen im Spiel. Das gute ist, dass der Spieler hier selber eingreifen kann, und öfters vor eine Entscheidung gestellt wird, die das Spiel beeinflusst. Über die Events erfährt man teilweise auch historische Hintergründe. Denn Paradox erklärt die historischen Ereignisse, so dass „Europa Universalis II“ sogar etwas lehrreich ist.

__________________________________________________________________________________

7. Grafik:

Nachdem ich nun in aller Einzelheit die Spielaspekte erläutert habe, komme ich nun wieder zu allgemeinen Punkten, wie die Grafik. Nun, die Grafik bezeichne ich als mittelmäßig. Sie ist unspektakulär und vollkommen in 2D gehalten. Dennoch wirkt die Grafik in ihrer Einfachkeit schön. Das liegt daran, dass sie sehr weich gezeichnet ist. Die Einheiten sind auch sehr detailliert und wenn sie sich bewegen schön animiert. Dennoch ist die Grafik nicht auf dem Stand des Erscheinungsjahres 2001. Man sieht, dass Paradox sein Augenmerk nicht auf die Grafik gelegt hat, sondern auf die Spielkomplexität.

__________________________________________________________________________________

8. Sound:

Über den Sound in „Europa Universais II“ lässt sich herzlich wenig sagen. Sounds treten selten auf, z.B. bei Einheitenbewegungen. Die Sounds sind immer die gleichen. Qualitativ sind sie in Ordnung. Insgesamt kann man den Sound als zweckerfüllend und befriedigend bewerten.

__________________________________________________________________________________

9. Musik:

Besser schneidet da schon die Musik ab. Sie passt einfach zur damaligen Epoche. Qualitativ ist sie auch sehr gut. Wie bei allen Spielen von Paradox wiederholt sie sich nur recht schnell, was dazu führt, dass man nach ein paar Stunden von der Musik genervt fühlt.

__________________________________________________________________________________

10. Muliplayermodus:

Ja, es gibt natürlich auch den Multiplayermodus. Aber was soll ich zudem sagen? Er verhält sich genau wie auch der Einzelspielermodus. Keine Probleme waren für mich erkennbar. Möglich ist eine Verbindung über Internet oder LAN.

__________________________________________________________________________________

11. Langzeitmotivation:

Wenn man alle Spielaspekte betrachtet, und die Tatsache, dass es so viele Szenarien und 200 spielbare Nationen gibt, kann man sich schon denken, dass „Europa Universalis II“ einfach ein Spiel ist wo Langzeitmotivation groß geschrieben wird, unabhängig davon dass es ein Substantiv ist. „Europa Universalis II“ macht einfach von Anfang bis zum Ende Spaß. Und man wird immer wieder dazu animiert ein neues Spiel zu beginnen.

__________________________________________________________________________________

12. Anleitung:

Bei so einem komplexen Spiel wundert es einem, dass die Anleitung nur 65 Seiten bei einem DIN A6 Format hat. Dennoch enthält die Anleitung jede Menge Informationen. Durch die besonders kleine Schrift lässt sich das auch räumlich erklären. Die Erklärungen in der Anleitung sind sehr gut nachvollziehbar. Hier und da sind auch ein paar Screenshots, die aber überflüssig sind, weil sie nicht wirklich zum beschriebenen passen. Besonders gut an der Anleitung finde ich, dass nebenbei noch historische Informationen gegeben werden.

__________________________________________________________________________________

13. Tutorial:

Als ich anfangs „Europa Universalis II“ startete, kam ich mit der Fülle von Aktionsmöglichkeiten nicht zurecht. So wird wohl vielen Anfängern gehen. Ich hatte keine Lust mir erst mal die Anleitung durchzulesen. Brauchte ich auch nicht, denn es war ein Tutorial im Spiel integriert. Das Tutorial ersetzt nicht das Handbuch erklärt aber das für „Europa Universalis II“ nötige Basiswissen. Ich kann das Tutorial klar empfehlen, ein Lernerfolg scheint mir garantiert.

__________________________________________________________________________________

14. Bugs:

„Europa Universalis II“ war anfangs gerade nur so von Bugs (Fehler im Spiel) verseucht. Das Spiel stürtzte teilweise schon beim Ladevorgang ab. Auch mitten im Spiel stürzte das Spiel alle halbe Stunde mal ab. Und an einer Stelle fror das Spiel sich selbst ein. Ich glaube im Jahr 1747. Also Bugs pur. Um so schlimmer wenn ich nun noch hinzufüge, dass ich damals eine aktuelle Version hatte, die Version 1.04. Kaum vorstellbar wie verbugt die Version 1.0 war. In dem Stadium hätte Paradox das Spiel nicht verkaufen dürfen. Ich meine, ist der Spieler Betatester? Aber nun die Positive Nachricht: Paradox hat weitere Updates herausgebracht. Und diese haben alle Fehler beseitigt, und sogar einige kleinere neue Spielfeatures hinzugefügt.

__________________________________________________________________________________

15. Meine Meinung:

Natürlich habe ich schon bewertend kommentiert. Nun möchte es noch einmal auf den Punkt bringen.

– Positiv

Am besten finde ich, dass es ein weltweites Spielgeschehen gibt, und dass alle Nationen spielbar sind. Denn somit schafft Paradox mal wieder Langzeitmotivation. Die Tatsache, das „Europa Universalis II“ ein Echtzeitstrategiespiel ist gefällt mir ebenfalls sehr. Denn in rundenbasierten Spielen kommt mir die Spannung zu kurz. Das Spiel simuliert sehr gut die Staatsführung, und lässt keinen politischen Bereich. Diese Detailfülle macht „Europa Universalis II“ zu einem komplexen Spiel, das nicht so schnell langweilig wird.

– Negativ

Nun was soll ich da sagen? Als wirklich negativ empfand ich nur die Bugs, die aber nun behoben sind. Ansonsten, klar, Grafik und Sound schneiden nicht wirklich gut ab. Diese sind aber wie gesagt, so in Ordnung wie sie sind. „Europa Universalis II“ ist sonst einfach ein gutes PC Spiel. Aber Achtung! Wer nicht ein Fan von Hardcorestrategie ist, wird an „Europa Universalis II“ keinen Spaß haben. Man muss sich schon auf eine spielerische Herausforderung gefasst machen.

Somit kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Für ein PC Spiel des Jahres 2001 ist es immer noch klasse. Deshalb 4 Sterne. Abzug wegen Mängel bei Sound und Grafik.

Europa Universalis 2 Screenshots:

Preisvergleich

Nutzen Sie unseren Preisvergleich, um "Europa Universalis II" günstig zu kaufen. Die Preise beziehen sich auf ausgewählte Onlineshops.

Keine EAN oder ASIN vergeben

Hat dir der Testbericht geholfen?

Hat dir unser "Europa Universalis II" Test weit geholfen? Dann gib bitte eine Bewertung ab.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bisher keine Bewertung)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*