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Flachbildfernseher – was sind die Unterschiede?

Während vor 10 Jahren noch die gute alte Röhre ihren Dienst leistete, ist mittlerweile die Vielfalt der flachen TVs gar nicht mehr wegzudenken. Aber Flachbildfernseher ist nicht gleich Flachbildfernseher.

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Was gibt es für Unterschiede?

LCD, LED, Plasma, HD ready, FullHD, 3D, UHD, 4K – Wer soll da noch durchblicken und wissen, welche Art von Fernseher der beste für ihn ist?

3D ist etwas, was ein Fernseher zusätzlich kann, und besonders bei Action- und Animationsfilmen kann 3D und die damit verbundene räumliche Darstellung ein wunderbares Filmvergnügen bringen. Um sich an dem 3D-Effekt überhaupt erfreuen zu können, sind allerdings passende Brillen nötig. Bei den meisten dieser Fernseher werden beim Kauf ein bis zwei Brillen mitgeliefert, was in der Regel genügt. Für Fernsehabende mit Freunden und einem 3D-Film sieht es da aber problematisch aus. Natürlich können geeignete Brillen nachgekauft werden, aber das kann schnell ins Geld gehen. Je nach Fernsehmodell müssen dann pro Brille 20, 30 Euro oder auch mehr dafür hingelegt werden. Es sei also wirklich überlegt, ob man den Fernseher für einsame oder kuschelige Abende zu zweit braucht oder eher für Abende mit Freunden.

LCD ist die Abkürzung von liquid crystal display. Zu deutsch: Flüssigkristallbildschirm. Alte LCD-Bildschirme haben oft den Nachteil, dass sie weder richtiges Schwarz noch wirklich flüssige Bewegungen darstellen konnten. Oft war statt Schwarz nur dunkles Grau zu sehen und die Bewegungen in den Filmen verliefen etwas stockend und verschwommen. Heute haben LCD- Fernseher diese Fehler in der Regel nicht mehr, es sollte aber darauf geachtet werden, kein zu altes Modell zu kaufen, um diese optischen Fehler nicht zu haben. Außerdem ist bei LCD-Fernsehern oft eine Bildqualitätsabnahme vorhanden, wenn seitlich auf den Bildschirm geschaut wird. Ein Vorteil dagegen ist, dass LCD-Fernseher meist matt sind, was zur Folge hat, dass Lichtquellen nicht widergespiegelt werden.

Plasmafernseher konnten von Anfang an Bewegungen flüssig darstellen und auch Schwarz war hier nie ein Problem. Beim Fernsehen  aus der seitlichen Perspektive lässt die Qualität auch nicht nach. Das Negative: Plasmafernseher gibt es erst ab einer Bildschirmdiagonale von etwa 94 Zentimetern. Außerdem können sich Bilder, die etwas länger dargestellt werden (Videotext, Standbild, etc.) ‚einbrennen‘ und Schatten hinterlassen. In der Regel verschwinden diese nach kurzer Zeit wieder. Weitere Nachteile sind, dass Plasmafernseher meist eine glänzende Oberfläche haben, was unschöne Spiegelungen hervorrufen kann, sowie ein höherer Stromverbrauch als bei LCD-Fernsehern.

LED-Fernseher ist ein irreführender Begriff. Tatsächlich handelt es sich hier nicht um eine weitere Art von Fernseher, sondern beschreibt vielmehr ein Verfahren, das Leuchtdioden zur Hintergrundbeleuchtung von Fernsehern einsetzt. Auf diese Weise werden oftmals auch LCD-Bildschirme, PCs und Notbooks beleuchtet.

HD Ready und Full HD (Full High Definition) bedeutet: Der Fernseher kann HD, hat also eine besonders hohe, d. h. vollständig hochauflösende Bildqualität. HDTV wird mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln ausgestrahlt. HD Ready heißt einfach, dass er eben diese Auflösung wiedergeben kann. Full HD dagegen hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Full HD ist in dem Sinne also besser, aber – es kommt auf die Bildschirmgröße und die Entfernung des Sitzplatzes an, ob es sich tatsächlich lohnt, Full HD zu kaufen und der Unterschied sichtbar ist. Denn: Je weiter der Fernsehzuschauer vom Gerät entfernt sitzt und je kleiner der Bildschirm ist, um so weniger wird der Unterschied wahrgenommen.

UHD/4K ist das Neueste auf dem Markt. Eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln ( 8K = 7.680 x 4.320 ) ist  der neue Traum vieler Film- und Spielefans. Und neben der viel höheren Auflösungsrate bietet UHD mit 120 Bildern pro Sekunde auch viel mehr als die im Schnitt 48 Bilder von Full HD. Da ist aber auch schon der Haken. Filme und Spiele haben bisher noch nicht, oder zumindest selten, diese hohe Auflösung. Das heißt schlichtweg: Es wird noch die ‚alte‘ Full HD-Auflösung wiedergegeben, denn mehr geben die meisten Filme und Spiele nicht her. Vorerst ist die Anschaffung eines 4K-Fernsehers also wenig sinnvoll und belastet höchstens ziemlich stark das Portmonee. Hier sollte lieber, wie früher bei den 3D-Fernsehern, gewartet werden, bis die Film- und Spieleindustrie mit der Auflösung hinterher kommt.

Fazit: Es gibt große und kleine Unterschiede, die alle für sich selbst ihre Wichtigkeit haben. Prinzipiell sollte darauf geachtet werden, was individuell gebraucht wird, was man will und was die Technik bisher hergibt. So wird im Moment wohl selbst der größte Heimkinofan oder Zocker mit einem UHD-Fernseher nicht glücklicher als mit einem Full HD-Fernseher, was in einem Jahr ganz anders aussehen kann. Und jemand der gerne mit seinen Freunden und Familie 3D-Filme gucken möchte, muss entweder tiefer in die Tasche greifen oder lieber darauf verzichten. Auf jeden Fall lohnt es sich, vorher gut zu überlegen und nicht los zu laufen und sich irgendein Gerät aufschwatzen zu lassen. Eine Möglichkeit, sich in Ruhe umzuschauen und zu informieren, bietet das Internet. Bei Otto zum Beispiel und anderen großen Versandhäusern, finden sich eine Vielzahl an Flachbildschirmen in allen Preislagen. Bei diesen dürfte für jeden, der auf der Suche nach einem neuen Gerät ist, etwas dabei sein.

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