Hearts of Iron 2 Produkttest

Hearts of Iron 2 Test

Hearts of Iron 2 Download & Testbericht

Pro: Langzeitmotivation, KomplexitÀt
Kontra: Grafik

Empfehlenswert: Ja

Unsere Bewertung: 5

In meinen heutigen Game Review geht es um das PC-Spiel Hearts of Iron 2. Eine Kriegssimulation in Echtzeit.

Hearts of Iron 2 legal Downloaden

Vorweg gesagt: Ihr könnt das Spiel legal bei Gamesload herunterladen. Preis: ca. 19€, DowloadgrĂ¶ĂŸe: 406 MB.

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Gamereview

Möchtegerngeneral Crowley sitzt angespannt vor seinem PC-Bildschirm. In seiner linken Hand die Maus, in der rechten eine Tasse Tee. Der Tee ist schon lange kalt. Der General hat andere Sorgen. Seine Truppen stehen kampfbereit von Finnland bis RumĂ€nien an der sowjetischen Grenze. Modernste Panzer, mechanisierte Infanterie und Bomber aller Art, sollen den Sowjets das FĂŒrchten lehren. Aber ein Blick auf den Treibstoffvorrat lĂ€sst nichts gutes verheissen. Egal! denkt Tito sich, und lĂ€sst die Materialschlacht beginnen.

Ja, so geht es mir wenn ich das PC-Spiel „Hearts of Iron 2“ spiele. Was „Hearts of Iron 2“ fĂŒr ein PC-Spiel ist? Sicher ist es anhand der obigen Beschreibung schon etwas vorstellbar. Das Spiel ist der 2. Teil einer zu unrecht unbekannten Kriegssimulation. Entwickelt wurde es von der schwedischen Firma Paradox.


„ErzĂ€hl mir was“ – Die Story

Da es sich um eine historische Simulation handelt, gibt es zur Spielstory nicht all zu viel zu berichten. Das Spielgeschehen startet am 1. Januar 1936, kurz bevor Hitler die Wehrmacht ins demilitarisierte Rheinland einmarschieren lĂ€sst um den Versailler Vertrag endgĂŒltig zu annullieren. Der russische BĂ€r im Osten steht kurz vor der Stalins‘ SĂ€uberung, wĂ€hrend in Asien die Japaner ihren Feldzug in China vorbereiten. Man merkt es schon. Das Spielgeschehen findet weltweit statt! Jede Nation von Luxemburg bis zur Sowjetunion ist spielbar! Ausnahmen sind nur sehr kleine Staaten, wie Monaco oder LĂ€nder, die kolonial unterjocht waren. Enden tut das Spiel im Jahr 1948.

In dieser Zeit, in der die Welt mehrfach am Rand eines neuen Weltkrieg steht, ĂŒbernimmt man die Kontrolle ĂŒber ein Land. Man ĂŒbernimmt alles: Die Innen- und Außenpolitik, die Wirtschaft, die Forschung und den Oberbefehl ĂŒber alle Land-, Luft- und SeestreitkrĂ€fte.

Das Spielgeschehen lĂ€sst sich in zwei Phasen teilen: A) Die Friedensphase (1936-1939) und B) die Kriegsphase (1939-1948). So verlĂ€uft das Spiel meistens. Muss es aber nicht. Denn bei „Hearts of Iron 2“ verlĂ€uft jedes Spiel anders. Der Krieg kann auch frĂŒher oder spĂ€ter eintreten. Dazu komme ich aber beim Punkt „Events“. Übrigens habe ich hier nur das Standartszenario beschrieben. Es gibt nĂ€mlich insgesamt 15 Szenarien.


„Steuern und Feuern“ – Die Spielsteuerung

-Einheitenbewegung

Die Steuerung muss man sich folgendermaßen vorstellen: Man spielt auf einer Weltkarte, die sich in verschiedene Stufen zoomen lĂ€sst. Eingeteilt ist die Karte natĂŒrlich in LĂ€nder, und Provinzen. In den Provinzen befinden sich die Einheiten. Ein Linksklick auf eine Einheit, und diese ist aktiviert. Mit einem Rechtsklick kann man der Einheit nun eine Zielprovinz zu weisen. Wenn sich in dieser Provinz eine feindliche Einheit befindet beginnt der Kampf. Dazu aber mehr beim Punkt „Kampfsystem“.

Bei Seeeinheiten verlĂ€uft es Ă€hnlich. Nur das diese sich in Provinzen mit HĂ€fen befinden mĂŒssen. Ganz nebenbei erwĂ€hnt, nicht jede KĂŒstenprovinz hat einen Hafen.

Lufteinheiten verhalten sich etwas anders. Diese können nur dort stationiert werden wo es FlughĂ€fen gibt. Man weist ihnen auch Missionen zu. Missionen kann z.B. sein, eine Patrouille zu fliegen. Man gibt dann noch ein Datum an, und solange wird die jeweilige Mission ausgefĂŒhrt.

-Wirtschaft

Wenn man auf eine Provinz klickt, erscheint am linken Bildschirmrand ein MenĂŒ wo man seine Wirtschaft und Verteidigung ausbauen kann. Mögliche Provinzerweiterungen sind: Fabriken, Infrastruktur, Luft- und MarinestĂŒtzpunkte, Festungen und KĂŒstenfestungen, FlugabwehrgeschĂŒtze und Radarstationen. Diese GebĂ€ude lassen sich in verschiedenen Stufen ausbauen. Besonders wichtig sind Fabriken. Die Zahl der Fabriken zusammen addiert, ergibt die wirtschaftliche GesamtstĂ€rke. Je mehr Fabriken man hat, desto mehr militĂ€rische Einheiten und GebĂ€ude lassen sich bauen. Meiner Meinung nach, dauert das bauen von Fabriken aber zu lange, so dass ich lieber neue Provinzen erobere anstatt Fabriken zu bauen.

Am oberen Bildschirmrand ist zudem noch ein Button „Produktion“. Hier kann man festlegen was in welchen Mengen produziert werden soll. Zur Auswahl stehen KonsumgĂŒter, ProduktionsgĂŒter, VersorgungsgĂŒter, VerstĂ€rkungs- und AufrĂŒstungsgĂŒter. KonsumgĂŒter sind vorallem dazu da, die Arbeiterschaft zufrieden zu halten. Produziert man nicht genug, steigt die Unzufriedenheit, und die Wirtschaftskraft sinkt. Bei einer Überproduktion, werden die GĂŒter automatisch verkauft, und bringen somit Geld fĂŒr die Staatskasse. ProduktionsgĂŒter umfassen alles, was man bauen kann. Also GebĂ€ude und militĂ€rische Einheiten. VersorgungsgĂŒter benötigt man fĂŒr das MilitĂ€r. Diese GĂŒter lassen sich lagern, so dass man auf Vorrat produzieren kann. Besonders Panzer brauchen viele VersorgungsgĂŒter. Bei einem Mangel an VersorgungsgĂŒtern sinkt die Moral und die StĂ€rke der Truppen. VerstĂ€rkungsgĂŒter sind nur dazu da, angeschlagene Einheiten mit frischen KrĂ€ften zu versorgen. Dies spielt nur in Kriegszeiten eine Rolle. AufrĂŒstungsgĂŒter spielen eine Rolle, wenn eine neue Technologie erforscht wurde, die eine Einheit veralten lĂ€sst. Dann dauert es eine Zeit, und der alte Einheitentyp wird durch den neuen ersetzt.

Die gesamte Wirtschaft erfordert natĂŒrlich Rohstoffe. Als Rohstoffe gelten: Energie, Stahl, Öl und seltene Materialien. Ist ein Rohstoff nicht vorhanden, bricht die Produktion zusammen. Deshalb gilt es stets den Rohstoffbedarf zu decken. Rohstoffe befinden sich natĂŒrlich in den Provinzen. Es wurde versucht, die Rohstoffe so zu verteilen, dass es der realen Situation entspricht. So ist z.B. Baku eine besonders Erdölreiche Provinz. Überhaupt ist Öl wohl der wichtigste Rohstoffe im Spiel, was ja auch in der RealitĂ€t der Fall ist, denn Panzer, Flugzeuge und andere motorisierte Einheiten benötigen Öl zur Fortbewegung. Wenn man einen Rohstoff nicht zu genĂŒge im Inland hat, muss kann man ihn auf dem Weltmarkt kaufen.


„Der neue Supermarkt“ – Der Weltmarkt

„Hearts of Iron 2“ hat im Gegensatz zum VorgĂ€nger auch ein gutes Handelssystem. Teil 1 besaß zwar auch eins, aber dieses war sehr, sehr einfach gestrickt. Teil 2. Ist das wirklich vorbildlich. Man wĂ€hlt aus einer Liste einen gewĂŒnschten Handelspartner, am besten einen mit man gute Beziehungen hat, und macht ihm ein Angebot. Handeln lĂ€sst sich mit den Rohstoffen: Energie, Stahl, Öl und seltene Materialien, sowie mit militĂ€rischen VersorgungsgĂŒtern und natĂŒrlich Geld. Im oberen MenĂŒrand erscheint eine Prozentanzeige, die angiebt, wie wahrscheinlich es ist, dass der Verhandlungspartner das Angebot annimmt. Besonders positiv finde ich, dass man mit mehreren Rohstoffen auf einmal handeln kann. Also z.B. könnte ein Angebot aussehen: 15 Stahl und 5 VersorgungsgĂŒter fĂŒr 10$ und 5 Öl. Diese VertrĂ€ge sind ĂŒbrigens keine einmaligen Lieferungen. Die Lieferungen werden bestĂ€ndig fortgefĂŒhrt, bis der Vertrag gekĂŒndigt wird.


„Keiner mag mich“ – Die Diplomatie

Soweit so gut. Bisher nur Lob fĂŒr „Hearts of Iron 2“. Leider schneidet die Diplomatie weniger gut ab. Aber hier erstmal einige Diplomatiefeatures. Es gibt zur Auswahl: KriegserklĂ€rungen bzw. Friedensverhandlungen, Allianzen, Durchmarscherlaubnis fordern, Nichtangriffspakte, UnabhĂ€ngigskeitsgarantien, Putschversuche und Beziehungen verbessern. Es gibt noch weitere unwichtige.

Es ist also eine weite Palette gegeben. Mehr als bei Teil 1. Auch sind jetzt bilaterale Allianzen möglich. Das klingt ja alles recht gut, aber das Manko am ganzen ist, dass der Computerspieler nahezu alle VertrĂ€ge ablehnt. Selbst wenn man die besten Beziehungen hat, und die gleiche politische Ideologie. Es ist geradezu nervtötend, zeitaufwendig und teuer bis vielleicht mal ein Land so nett ist ein BĂŒndnis einzugehen. Schlimmer sind da Nichtangriffspakte. Ich habe es noch nie geschafft, einen Nichtangriffspakt abzuschließen. Ich habe damals mit Deutschland gespielt. Mal ehrlich: Ein Land wie DĂ€nemark, das der WillkĂŒr seines sĂŒdlichen Nachbarn Deutschland ausgesetzt ist, wĂŒrde doch alles tun um so eine Garantie zu erhalten. Aber bei „Hearts of Iron 2“ halten diese kleinen LĂ€nder so etwas fĂŒr nicht möglich. Und Durchmarscherlaubnisse habe ich auch nie aushandeln können. Das ist schade an „Hearts of Iron 2“. Einerseits sind einem viele Möglichkeiten in der Diplomatie gegeben, andererseits verderbt das kontinuierliche Ablehnen der Computerspieler einem dem Spaß.

Auch verhalten sich die Computerspieler unrealistisch. Ich weiß noch wie ich bei Teil 1 mit Deutschland Belgien den Krieg erklĂ€rt habe, daraufhin flatterte mir sofort eine KriegserklĂ€rung Englands entgegen. Und wie ist es bei „Hearts of Iron 2“? Leider nicht ganz so realistisch. Testweise erklĂ€rte ich mit Deutschland gleich bei Spielbeginn 1936 Belgien den Krieg, und annektierte das Land. Was sagte die Welt dazu? Eigentlich nicht viel. Einige LĂ€nder kĂŒndigten ihre HandelsvertrĂ€ge mit mir, und das war es. Das ermutigte mich. Und so marschierte ich nacheinander in die Niederlande, in DĂ€nemark, in Österreich, in Jugoslawien und in Albanien ein. Die restliche Welt fand daran wenig Interesse. Erst als ich dann noch in RumĂ€nien einmarschierte brach ein weltweiter Krieg aus. Dieses derart unrealistische Verhalten der Computerspieler finde ich ebenfalls schade.


„Hier kommst du nicht rein“ – Die Innenpolitik

In „Hearts of Iron 2“ gibt es auch ein neues innenpolitisches System. Man kann sich nĂ€mlich seinen Wunschstaat formen. Über Schieberegler, die man ein mal in Jahr verĂ€ndern kann, lĂ€sst sich der Staat beliebig anpassen. Es gibt z.B. die Einstellungen, ob man politisch links oder rechts ist, ein demokratisches oder autoritĂ€res System hat oder ob man Marktwirtschaft oder Planwirtschaft bevorzugt. Aus allen Einstellungen ergibt sich dann das politische System aus den Kategorien: Faschismus, Kommunismus oder Demokratie. Wobei es dann noch genauere Einteilungen gibt. Z.B. Leninist oder Stalinist, Liberal, oder Konservativ usw.. Es gibt viele Regierungssysteme, die verschiedene Vor- aber auch Nachteile bringen. Außerdem kann man noch seine einzelnen Minister bennenen und entlassen. Die Minister bringen ebenfalls gewisse Vor- oder vielleicht auch Nachteile. Sie sind ĂŒbrigens keine fiktiven Persönlichkeiten, sondern existierten historisch gesehen. Da laufen einen bekannte Namen wie Ribbentrop, Molotov oder Kalinin ĂŒber den Weg. Das neue Innenpolitische System finde ich besonders gut, da es eine individuelle Einstellungsmöglichkeiten gibt.


„Wer kĂ€mpft kann verlieren…“ – Das Kampfsystem

Nun, da „Hearts of Iron 2“ eine Kriegssimulation ist, spielt der Kampf natĂŒrlich eine besonders große Rolle. Bei „Hearts of Iron 2“ gibt es ein neues Kampfsystem namens: „Movement-is-attack“. Vorher war es so, dass eine Armee in eine Provinz marschierte, und beim Eintreffen den Kampf begann. Beim neuen System beginnt der Kampf sofort, wenn sich die Armee in Bewegung setzt, was die KriegsfĂŒhrung realistischer macht. Beim Kampf gewinnt nicht unbedingt der zahlenmĂ€ĂŸig Überlegenere. Es gibt einfach so viele Faktoren, die den Kampf beeinflussen. Zu aller erst das Terrain. Angriffe in HĂŒgel und Gebirgen sind besonders verlustreich. Auch wenn zwei Provinzen durch einen Fluss getrennt sind. Weiterhin spielt die technologische AusrĂŒstung eine Rolle, und die Art der Einheiten, z.B. sind Panzer besonders stark, außer im Gebirge und in WĂ€ldern. Sogar das Wetter beeinflusst den Kampf. Entscheidend kann auch der Kommandeur der jeweiligen Armee sein. Es gibt noch weitere Faktoren, die ich aber nicht weiter aufzĂ€hlen möchte. Geschlagene ĂŒberlebende Einheiten ziehen sich zurĂŒck, sie sind da demoralisiert, können sich aber wieder erholen, und wieder in den Kampf treten. Um das zu verhindern, ist es empfehlenswert den Feind einzukesseln, so verhindert man seinen RĂŒckzug. Eingekesselte Einheiten können auch nicht mehr versorgt werden, außer durch eine LuftbrĂŒcke, und hungern somit langsam aus. Das komplexe Kampfsystem gefĂ€llt mir an „Hearts of Iron 2“ klar am besten.

Verbessert wird das ganze noch durch die Vielzahl von Einheiten. Alleine bei der Infanterie gibt es: RegulĂ€re Infanterie, Miliz, Marineinfanterie, FallschirmjĂ€ger und GebirgsjĂ€ger. Weitere Einteilungen gibt es bei Panzern, Schiffen, Flugzeugen und Raketen. Zudem kann man den Einheiten noch Brigaden zu weisen, wie z.B. Flak oder Artillerie. Man sieht, die Einheitenauswahl ist sehr groß.


„Hier ist was los“ – Die Events

Events sind Zufalls- oder historische Ereignisse, die das Spiel noch interessanter machen, da sie den Spielverlauf Ă€ndern können. Ein Beispiel fĂŒr ein Event wĂ€re der Hitler-Stalinpakt, hier kann man den Pakt historisch abschließen, nur der Teilung Polens zustimmen, oder gar eine Allianz zwischen beiden MĂ€chten abschließen. Weitere Events sind der Spanische BĂŒrgerkrieg, oder die Spaltung der Tschechoslowakei. Durch die Auswahlmöglichkeiten von Spieler und Computer wird jedes Spiel anders.


„Wissen ist Macht“ – Die Technologien

Im Spiel gibt es eine Menge Technologien zu erforschen. Diese verbessern, z.B. die AusrĂŒstung der Einheiten, sie können aber auch die Industrie verbessern oder neue Einheiten bzw. GebĂ€ude freischalten. Ein gutes Beispiel wĂ€re hier die Erforschung der Atombombe. Insgesamt gibt es aber weniger Technologien als im ersten Teil.


Ich hoffe ich konnte einen guten Einblick in das Spielgeschehen gewĂ€hren. Nun folgt meine Meinungen ĂŒber allgemeine Dinge wie Grafik und Sound.

Grafik

Paradox hat es mal wieder nicht geschafft, eine schöne Grafik auf die Beine zu stellen. Bis auf wenige Ausnahmen sieht die Grafik genauso aus wie im ersten Teil. Und wie war die Grafik im ersten Teil? Schlecht! Eine kantige, farbig unschön unterlegte Spielkarte. Einzig die Einheiten, die Pseudo-3D sind, sehen einigermaßen gut aus. Um ein Beispiel zu nennen. Um eine bewaldete Provinz darzustellen, wurde eine grĂŒne FlĂ€che auf die Provinz gelegt, beim Gebirge eine graue. Das ist einfach nicht schön. Warum nicht ein Gebirge zeichnen?


Sound

Also der Sound ist ganz in Ordnung. Es sind vor allem KampfgerĂ€usche, die aber natĂŒrlich auf Dauer etwas monoton werden. Dennoch: Die QualitĂ€t kann sich sehen, oder besser hören lassen.


Musik

Mal wieder typisch Paradox! Die Guten verwöhnen den Spieler mal wieder mit schöner klassischer Musik. Diese ist im Gegensatz zu anderen Paradoxspielen diesmal noch besser, weil sie einfach „moderner“ komponiert wurde. Sie ist ergreifender. Viele Lieder sollten einen bekannt vorkommen. Z.B. ist eine Wagner Komposition enthalten. Alle Lieder sind als hochwertige MP3s enthalten. Und nun kommt das große „aber“. Normalerweise bietet Paradox eine Vielzahl von StĂŒcken an. Diesmal sind es nur 9. Davon ist eine die Titelmusik. Von den anderen 8 werden jeweils 4 in Kriegszeiten bzw. 4 in Friedenszeiten abgespielt. Man braucht kein mathematisches Genie zu sein, um sich auszurechnen wann sich die Musik das erste mal wiederholt. Richtig! Nach bereits 4 StĂŒcken. Bei mir hat es 3 Stunden gedauert bis ich genervt die Musik in den Optionen deaktiviert habe.


Schwierigkeit

„Hearts of Iron 2“ ist eher etwas fĂŒr fortgeschrittenere Strategen. Das Spiel ist halt sehr komplex und die KI macht einem das Leben nicht gerade leicht. Aber Übung macht den Meister! Es gibt ĂŒbrigens 5 einstellbare Schwierigkeitsgerade. Auch die AggressivitĂ€t des Computerspielers lĂ€sst sich einstellen. Wer Schwierigkeiten hat, schaut einfach ins gute Handbuch, oder besser: Das mitgelieferte Tutorial ist gut aufgebaut.


Langzeitmotivation

Muss ich dazu noch etwas sagen? Das Spiel ist so komplex, und durch die viele Auswahl von Nationen und Szenarien kann man sicher noch nach Monaten oder Jahren (?) seinen Spaß haben. Vorausgesetzt man mag Echtzeitstrategiespiele.


Multiplayer

Ja es gibt einen Multiplayermodus. Den habe ich aber nicht getestet.


Bugs

Normalerweise ist dieser Punkt bei Paradoxspielen am lĂ€ngsten. Ich weiß noch wie in „Hearts of Iron 1“ Deutschland ein BĂŒndnis mit den USA einging, und Kanada daraufhin die USA und Mexiko annektierte, wĂ€hrend in der Zwischenzeit, das Spiel 10 mal abstĂŒrzte. Das hatte man dann nach ein paar Monaten durch Patches im Griff. Aber Teil 2, scheint nahezu Bugfrei zu sein. Ein mal ist es bisher abgestĂŒrzt. Also Paradox hat gelernt!


Fazit

„Hearts of Iron 2“ ist mal wieder ein gelungenes Spiel von Paradox. Am besten gefĂ€llt mir die das komplexe Kampfsystem, und die Tatsache, dass man alle Nationen spielen kann. Der 2. Teil hat noch ein sehr gutes Handelssystem eingefĂŒhrt, und bringt viele kleinere Verbesserungen mit sich. Das Diplomatiesystem hat auch neue Features, ist aber insgesamt nicht besser geworden. Im Gegenteil. Es scheint unmöglich zu sein bestimmte VertrĂ€ge abzuschließen. Da jedes Spiel anders verlĂ€uft, ist auch klar eine Langzeitmotivation gegeben. Aber das Hauptmanko von „Hearts of Iron“ hat man nicht behoben: Die Grafik. Diese sieht fast noch genauso aus wie im ersten Teil, und schon damals war sie veraltet. Die Musik ist zwar richtig schön, aber da sie sich schnell wiederholt, ist sie einfach nervtötend! Ein Pluspunkt ist auch die StabilitĂ€t, so konnte ich keine Bugs entdecken. Ich kann fĂŒr Hardcorestrategen eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Trotzdem gibt es nur 3 Punkte fĂŒr dieses doch recht gute Spiel, die ich fĂŒr Grafik und Musikwiederholungen abziehen muss.

Hearts of Iron 2 Download

Ihr könnt die neuste Version von „Hearts of Iron 2“ bei Gamesload herunterladen. Der Download ist kostenpflichtig aber vollkommen legal. Die neuste Version von „Hearts of Iron 2“ heißt „Arsenal of Democracy“. „Arsenal of Democracy“ ist ein eigenstĂ€ndig lauffĂ€higes Spiel und benötigt keine vorherigen Teile der „Hearts of Iron“-Serie.

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Der Hearts of Iron 2 Produkttest ist nach größter Sorgfalt geschrieben. Fehlerfreiheit kann trotzallem nicht garantiert werden.

Artikel-Schlagwörter: Computerspiel, Download, Hearts of Iron 2, Kriegssimulation, PC Spiel,

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