Hearts of Iron Produkttest

Hearts of Iron Test

Hearts of Iron – Testbericht

Pro: Tiefes Gameplay, Langzeitmotivation gegeben
Kontra: veraltete Grafik

Empfehlenswert: Ja

Unsere Bewertung: 4

Dies ist ein Testbericht ĂĽber den ersten Teil des Echtzeit-Strategiespiels „Hearts of Iron“. FĂĽr den Nachfolger siehe: Hearts of Iron 2.


Mit „Hearts of Iron“ sorgt Paradox fĂĽr Langzeitmotivation

Meine U-Boote versenken 12 britische Transporter… die USA treten in den Krieg ein… ein Bombenangriff auf Hannover… eine neue Technologie ist erforscht… Mein Bildschirm wird von Meldungsfenstern nur so bombardiert. Schnell drĂĽcke ich auf die rettende Pause Taste, da ich nicht mehr hinter her komme.

So sieht eine typische Partie des Echtzeitstrategiespiels „Hearts of Iron“ aus. Keine Angst: wem das jetzt zu dynamisch erscheint, der sollte wissen, dass man die Spielgeschwindigkeit individuell anpassen kann. Ich besitze „Hearts of Iron“ seit ĂĽber einem Jahr, und es ist bis heute nicht langweilig geworden.

Hearts of Iron ist ein Echtzeitstrategie-Spiel von der schwedischen Spieleschmiede Paradox. Das Spiel behandelt weltweit die Zeit von 1936-1948, also die Zeit um den 2. Weltkrieg. Der Hauptschwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung der drei Ideologien: Demokratie, Faschismus und Kommunismus. Im Spiel gibt es drei Allianzen. Die Alliierten, die Achsenmächte und die Komintern. Diese vertreten jeweils eine der Ideologien.

Das Spiel

In „Hearts of Iron“ kann man (fast) jede Nation der Welt spielen. Selbst kleine Länder wie Luxemburg. Anfangs muss man sich fĂĽr eins von drei Szenarien entscheiden: „Der Weg in den Krieg (1936-1948)“, „Blitzkrieg (1939-1945)“, oder „Der Riese erwacht (1941-1948)“. Wer den neusten Patch installiert, was ich dringend empfehle, erhält noch das Szenario „Götterdämmerung (1944-1948)“ hinzu. Und dann startet das Spielgeschehen.

Das Spiel findet auf einer Weltkarte statt, auf der man seine Armeen bewegt. Als Herrscher des Landes kontrolliert man neben dem Militär die Wirtschaft, Forschung und Außenpolitik. Das Spiel konzentriert sich aber besonders auf die Kriegsführung. Man muss stets den Industriebedarf an Rohstoffen decken, um die Produktion von Nachschub, Konsumgütern und militärischen Einheiten aufrecht zu erhalten. Man kann seine einzelnen Minister und Oberbefehlshaber ernennen und entlassen. Jeder Minister bzw. Oberbefehlshaber bringt gewisse Vor-, aber vielleicht auch Nachteile. In der Diplomatie stehen auch viele Optionen zur Verfügung. So kann man Putschversuche unternehmen, Durchmarscherlaubnis erbitten, Kriege erklären usw. Als Führer einer Allianz stehen einem noch extra Optionen zur Verfügung. Hat man ein Land besiegt, kann man es entweder annektieren, oder eine Marionettenregierung einsetzen.

In der Forschung stehen gewaltig viele Technologien zur Verfügung, die es zu erforschen gillt. Auch bei den Einheiten herrscht Vielfallt, und zwar zu Land, zu Wasser und zu Luft. Z.B. gibt es bei der Infanterie die Kategorien: Regulär, Gebirgsjäger, Falschirmjäger, Marine und Miliz. Durch die Forschung können weitere Einheiten aktiviert, oder modifiziert werden.

Die ganzen Features der Kriegsführung aufzuzählen will ich mir ersparen. Hier nur einige wenige: Man kann Armeen einkesseln und aushungern lassen, das Terrain beeinflusst den Kampf, ebenso die Tageszeit und, und, und.

Durch historische und Zufallsereignisse wird das Spiel noch interessanter. Zu mal man hier Entscheidungen fällen kann, die das Spiel beeiflussen. Z.b. kann man 1936 Truppen in den spanischen BĂĽrgerkrieg schicken oder 1939 den Hitler-Stalin-Pakt schlieĂźen. Alternativ kann man es natĂĽrlich auch lassen. So kann man viele „Hätte, wäre, wenn“ Szenarien durch spielen.

Schwierigkeit

Es gibt 5 wählbare Schwirigkeitsgrade, und auch die KI-Aggressivität ist einstellbar, aber ich glaube der kurze SpielĂĽberblick zeigt schon wie komplex „Hearts of Iron“ ist. Anfänger werden ihre Schwierigkeiten haben, aber das gute Handbuch und Tutorial bieten die notwendige Hilfe. Aber auch wenn man die Grundlagen kennt, wird die gute KI einen das Leben schwer machen. Erst mit steigender Spielerfahrung hat man die Chance, das Spiel zu dominieren.

Grafik

Die Grafik ist an „Hearts of Iron“ das einzige, dass es zu bemängeln gibt. Eine kantige 2D Weltkarte, die farbig unschön unterlegt ist. Ich persönlich habe mich daran gewöhnt, aber schön ist etwas anderes.

Musik und Sound

Im Spiel sind 2 Stunden hochwertige klassische MP3 Musik enthalten. Doch schon nach einigen Stunden konnte ich diese nicht mehr hören, und habe sie auf lautlos gestellt. Der enthaltene Sound ist passend, da gibt es nichts zu bemängeln.

Fazit

Mit Ausnahme der Grafik gibt es bei „Hearts of Iron“ nichts zu bemängeln. Die Komplexität des Spiels macht zwar Anfängern das Leben schwer, sorgt aber auch fĂĽr Langzeitmotivation. Jedem Fan von Echtzeitstrategie empfehle ich das Spiel.

Anmerkungen

1. Nach dem Kauf sollte auf jeden Fall der neusten Patch 1.08 installier werden. Dieser ist bisher nur auf Englisch und Spanisch zu erhalten, alternativ kann auch die Version 1.07 installiert werden, den es auch für die Deutsche Version gibt. Die Verkaufsversion enthält viele Bugs, die mit dem Patch behoben werden. Zudem wird noch das Gameplay verbessert.

2. Im Januar 2005 erscheint bereits der 2. Teil von Hearts of Iron. Dieser scheint noch komplexer zu werden, deshalb empfehle ich besonders Anfängern trotzdem den Kauf des ersten Teils.

Systemvoraussetzungen

Mindest-Sytemvoraussetzungen:
– Windows 95/98/NT/2000/Xp
– Direct X 8.1 oder besser
– Pentium 300 MHZ
– 64 MB RAM
– 200 MB Festplattenspeicher

– 2 MB Video RAMempfohlene Sytemvoraussetzungen:
– Pentium III 500 MHZ
– 128 Mb RAM
– 4 Mb Video RAM

Zubehör:
70 seiteitiges Handbuch
Szenarioeditor

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Der Testbericht "Hearts of Iron – Testbericht" ist unabhängig und basiert auf persönlicher Erfahrung. Wir geben beim Erfahrungsbericht keine Garantie auf Vollständigkeit, Aktualität und Korrektheit.

Artikel-Schlagwörter: Hearts of Iron, HOI, Kriegsspiel, PC Spiel, Strategiespiel,

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