Test

Alle an (Main)Board!

Die Testergebnisse in Kürze:

Pro:

Günstig und stabil

Kontra:

Bisschen veraltet, PC bootet manchmal nicht

Unser Testurteil

7 ()

Kauf empfohlen?

Ja

Hardwarebericht über das KT3 Ultra2-CL Mainboard von MSI

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Inhaltsverzeichnis:

01. Produktdetails

02. Allgemein

03. Der Kauf

04. Der Einbau

05. Das Handbuch

06. Die Treiberinstallation

07. Das Bios

08. Der Start

09. Der Härtetest

10. Onboardgeräte

-Onboardsoundkarte

-Onboardlankarte

11. Erweiterbarkeit

12. Zubehör

13. Meine Meinung & Fazit

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1. Produktdetails:

Zu aller erst schmeiße ich mal die wichtigsten Produktdetails in die Runde.

Formfaktor: ATX

Maße: 30.5 cm x 20 cm

Kompatible Prozessoren: Athlon, Duron, Athlon XP

Prozessorsockel: Sockel-A

Max. Prozessorgeschwindigkeit: 1.8 GHz (entspricht Athlon XP 2200+)

Chipsatz: VIA Apollo KT333

Maximale Busgeschwindigkeit: 266 MHz

BIOS: AMI

Speicher: DDR-RAM

Maximaler Arbeitsspeicher: 2 GB (PC2100, PC1600, PC2700)

Controller-Schnittstellentyp: ATA-133

Massenspeicher-Controller: IDE – integriert

Audioausgang Soundkarte – PCI

Signalprozessor: VIA VT8235

Soundmodus: 5.1 Channel Surround

Produktzertifizierungen DirectSound, AC ’97

Maximale AGP-Geschwindigkeit: 4x

Onboardlan: 100Mbit

5x PCI ( 3.3 V/ 5 V )

1x PCI/CNR gemeinsam genutzt

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2. Allgemein:

Was ein Mainboard ist dürfte jedem klar sein. Dennoch möchte ich es kurz und knapp erläutern.

Auf dem Mainboard bzw. Motherboard, oder unüblicherweise auch Hauptplatine genannt, sind die Komponenten des PCs montiert. Entweder im Mainboard integriert, in dem Fall „On board“ genannt, oder in den Steckplätzen. Heutzutage sind noch Schnittstellen für CD/DVD Laufwerke oder Festplatten enthalten. Zudem ist noch das „Bios“ enthalten, dass die Komponenten erkennt, und mit dem man den PC konfigurieren kann. Ohne Mainboard geht also nichts.

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3. Der Kauf:

Das „MSI KT3 Ultra2-CL“ habe ich vor etwa einem Jahr für günstige 50€ gekauft. Ich hatte einen Athlon XP 2400+ Prozessor und brauchte ein passendes, und vor allem ein günstiges Mainboard. Beim Kauf war ich mir sehr unsicher, denn bei allen Onlinemärkten wurde in der Produktbeschreibung angegeben, dass nur Prozessoren bis Athlon XP 2200+ unterstützt werden. Auf anraten von Freunden, die meinten, dass die Beschreibung veraltet sei, kaufte ich das Board. Und wie sich später herausstellen sollte, hatten sie recht, mein Prozessor wurde Ordnungsgemäß als 2400er erkannt.

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4. Der Einbau:

Der Einbau des „MSI KT3 Ultra2-CL“ ist mit dem Einbau anderer Mainboards identisch. Man legt das Mainboard passend ins geöffnete Gehäuse. Das es passend ist kann man den Schraubvorrichtungen von Mainboard und Gehäuse sehen. Diese müssen übereinander liegen. Dann schraubt man die mitgelieferten Schrauben an. Nun ist die erste Montage fertig. Nun muss man die Kabel für die Gehäuselampen und Knöpfe anschließen. Schließlich möchte man den PC mit dem Power Button, und nicht durch Kurzschließen hochfahren. Normalerweise ist das kein großes Problem, man steckt die nötigen Kabel in die vorgesehenen Pins des Mainboards. Diese sind meistens so beschriftet das man gleich erkennt, welche Pins welche Bedeutung haben. Beim „MSI KT3 Ultra2-CL“ ist das auch nicht anders. Allerdings sollte man für die genaue Pinbelegung lieber in die Anleitung schauen. Nun ist der Einbau geschaft. Auch der Einbau der PC-Komponenten wie CPU und Arbeitsspeicher sind standartmäßig. Zum Arbeitsspeichereinbau lässt sich noch sagen, dass dieser sehr einfach ist. Ich hatte schon Mainboards, wo ich dachte ich müsste das Mainboard zerbrechen um den Arbeitsspeicher reinzukriegen, aber bei meinem „MSI KT3 Ultra2-CL“ genügt ein Druck mit sanfter Gewalt. Einfach toll!

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5. Das Handbuch:

Das Handbuch umfasst etwa 70 Seiten. Ich sage: „etwa 70 Seiten“, weil ich die Seiten einzeln durchzählen müsste, um eine genaue Angabe zu machen. Nicht das es keine Seitenzahlen gäbe, aber irgendwie hielt MSI eine normale Nummerierung für nicht sinnvoll. Stattdessen sind die Seiten z.B. 2-15, oder 3-11 beschriftet, nicht dass man sich nicht zurechtfinden würde, aber es ist schon umständlicher. So, aber nun mal wieder zur Sache. Das Handbuch ist leider 100% auf Englisch. Wobei das gar nicht mal so schlimm ist. Zumal ja heute eh alle Fachbegriffe und Bezeichnung auf Englisch sind. Die Erklärungen sind meist knapp und auf den Punkt gebracht. Leicht verständlich sind sie auf jeden Fall, eine eventuelle Sprachbarriere könnte es natürlich erschweren. Die Erklärungen werden sehr oft durch Bilder verständlicher gemacht, was ich persönlich sehr gut finde. Die Thematik des Handbuches befasst sich vorallem mit dem Einbau, und mit der Bioskonfiguration. Im letzten Teil wird noch der Audio Manager behandelt. Dieser installiert sich mit dem Audiotreibern automatisch mit. Das Handbuch kann ich durchaus als gut bewerten, einziges Manko ist die fehlende Deutsche Version des Handbuches.

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6. Die Treiberinstallation:

Nun muss man Windows natürlich noch die neuen Geräteinformationen mitteilen. Anders gesagt: Man muss die Treiber installieren. Legt man die Treiber CD ein, erscheint ein Autostartmenü. Hier kann man nun aus der Liste die Treiber aufrufen und einzeln installieren. Es gibt aber auch den Zeit sparenden „One Touch Setup“ Button. Mit diesem werden alle Treiber auf einmal installiert. Das umfasst dann die Mainboard-, USB-, Onboardlan- und Onboardaudiotreiber.

Aber Achtung! Das „One Touch Setup“ sollte nur benutzt werden, wenn man alle Onboardgeräte wie Netzwerk und Sound nutzen möchte. Wenn man diese Karten selber einbauen möchte, sollte man nicht das „One Touch Setup“ ausführen, und stattdessen nur die benögtigten Treiber einzeln installieren. Ansonsten könnte es zu Treiberkonflikten kommen.

Die Treiberinstallationn ist sonst recht einfach. Der Benutzer muss eigentlich nur immer einen „Weiter“ Button betätigen. Die Treiberinstallation ist also spielend einfach, und wie gesagt, das „One Touch Setup“ kann ein viel Arbeit abnehmen. Hinzufügen kann ich nur noch, was man über alle Treiber CDs sagen kann: Die Treiber befinden sich nicht auf den neusten Stand. Deshalb empfehle ich ein Internetupdate. Nun ist das Mainboard vollständig installiert.

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7. Das Bios:

Über das BIOS kann ich eigentlich nicht viel sagen. Es ist von AMI, und auch nur in Englischer Sprache. Um das BIOS Setup zu starten muss man beim Booten die Taste „Entferen“ drücken. Es lassen sich hier Standarteinstellungen wie Uhrzeit und Datum festlegen. Natürlich auch Sicherheitseinstellugen wie Passwörter. Das ist natürlich Standart. Auch Temperaturen vom Mainboard und vom Prozessor lassen sich live ablesen. Für erfahrerene Benutzer gibt es dann noch die Möglichkeiten wie den Prozessortakt erhöhen, und die Spannung zu verändern. Aber von sowas lasse ich lieber die Hände weg. Wer Probleme mit dem Bios haben sollte, schaut einfach ins Handbuch.

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8. Der Start:

Nun bootete ich den PC, und siehe da: Es wurde alles erkannt. Alle Laufwerke und alle Karten. Wie ich bereits erwähnt hatte wurde sogar mein Athlon XP 2400+ richtig erkannt, obwohl die Produktbeschreibung, sowie das Handbuch von einer 2200+ Grenze sprach. Also alles perfekt!

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9. Der Härtetest:

Bei mir läuft der PC schon mal ein paar Tage hintereinander, da lässt sich natürlich gut sehen wie stabil das System mit dem Mainboard läuft. Und eigentlich kann ich nicht klagen. Auch nach längerer Laufzeit ist kein Stabilitätsverlust zu erkennen. Getestet habe ich vorallem unter Windows 2000. In der Zeit, wo ich das Mainboard eingebaut hatte, habe ich sehr oft die Hardwarekomponenten, wie z.B. die Grafikkarte, gewechselt. Nie habe ich irgendwelche Probleme feststellen könnten. Nun, heisst das, dass alles perfekt ist? Leider nein. Bei mir kam es etwa bei jedem 10. Booten vor, dass der PC nicht reagierte. Das heißt er ging an, der Monitor aber nicht, und an den fehlenden Festplattengeräuschen konnte man hören, dass der PC nicht bootete. Im Prinzip war das kein Problem. Einmal den „Reset“ Knopf betätigen, und schon ging es wieder. Ich habe mich einige Zeit mit dem Problem beschäftigt, aber ich fand die Fehlerquelle nicht. Es ist zwar nichts gravierendes, aber ich muss leider einen Punkt meiner Bewertung abziehen.

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10. Onboardgeräte:

Ich bin jemand, der sehr auf Onboardgeräte setzt, da ich mir das Geld für die Karten so sparen kann. Außerdem bleibt natürlich mehr Platz im PC, und mehr freie Steckplätze. Besonders häufig habe ich die Onboardsoundkarte und die Onboardlankarte (Netzwerkkarte) genutzt. Zu aller erst die Soundkarte.

-Onboardsoundkarte

Es sind die drei Standarteingänge bzw. Ausgänge vorhanden: Der Audioeingang (blau), der Audioausgang (grün) und der Mikrofoneingang.

Der Audioausgang ist natürlich für Soundboxen zuständig. Ich habe recht gute Boxen, und der Klang mit dem Onboard ist auch ganz gut. Wenn mal allerdings die Boxen laut aufdreht, gibt es leichte Störgeräusche. Die ist ebenfalls bei starkem Bass der Fall. Erst dachte ich, dass es an meinem Boxen liege, aber seit dem ich ein neueres Mainboard habe, bei dessen Onboardsound dies nicht auftritt, weiß ich das dies nicht der Fall ist. Aber ich bezeichne dennoch die Klangqualität als sehr gut.

Schlechter schneidet da der Mikrofoneingang ab. Damals hatte ich noch ein analoges Mikrofon. Da ich sehr viel mit Audiobearbeitung zu tun habe, schloss ich schnell das Mikrofon an. Die Aufnahme war sehr, sehr leise. Auch nachdem ich in der Windows Audiosteuerung, alle Aufnahmelautstärken auch maximal gesetzt hatte. Ich probierte sogar verschiedene Aufnahmeprogramme aus, und kontrollierte mindestens 10 mal ob ich das Kabel richtig angeschlossen hatte, aber das alles half nichts. Somit konnte ich mein Mikrofon nicht benutzen. Dann habe ich mir aber ein USB Mikronfon gekauft, und das funktionierte super. Den Audioeingang habe ich übrigens nicht getestet, da mir auch ein passenden Quellgerät, wie z.B ein Videorecorder etc., fehlte.

-Onboardlankarte

Weniger kann ich da zur Lankarte sagen. Ich habe ein kleines Heimnetzwerk, und eigentlich lief alles immer ohne Probleme. Teilweise hatte ich den Eindruck, das die 100 Mbit Geschwindigkeit nicht immer voll ausgenutzt wurde, aber das habe ich nicht nachgerechnet. Die Lankarte erfüllt also voll und ganz ihren Zweck.

Mit sonstigen Anschlüssen wie LPT oder USB habe ich ebenfalls keine schlechten Erfahrungen gemacht. Diese habe ich aber auch selten genutzt. Beim LPT-Anschluss (für Drucker) liegt mir nur noch in dunkler Erinnerung, dass die Standarteinstellung im Bios so eingestellt war, dass mein Drucker nicht funktionierte. Ich musste erst im Bios den Modus auf „Normal“ stellen, dass es ging. Komisch das, die Einstellung kein Standart war.

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11. Erweiterbarkeit:

Mit einem AGP, und sechs PCI Steckplätzen kann man noch eine Menge Karten einbauen. Auch der Arbeitsspeicher lässt sich bis auf 2GB erweitern. Mit nur zwei RAM Steckplätzen ist das man aber sehr eingeschränkt. Übrigens lässt sich kein SD-RAM einbauen. Nur DDR-RAM. Beim Prozessor ist man auch mit etwa 1.8 GHZ Realtakt etwas eingeschränkt.

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12. Zubehör:

Beim Mainboard sind noch zwei IDE-Kabel enthalten, und ein Monitorkabel. Zudem sind noch zwei CDs enthalten. Die eine ist natürlich die Treiber CD, und die andere enthält das MSI DVD 5.1 Programm. Das wird wohl ein DVD Abspielprogramm sein. Ich habe es nicht getestet, da ich damals noch kein DVD Laufwerk eingebaut hatte.

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13. Meine Meinung & Fazit:

Das Mainboard hat ein paar kleinere Macken, die aber eher nebensächlich sind. Das wichtigste ich die Stabilität die das Mainboard aufweist. Auch habe ich keine Gerätekonflikte gemerkt, was natürlich auch sehr wichtig ist. Bis auf den Mikrofoneingang schneiden auch die Onboardgeräte gut, diese kann getrost benutzen. Auch bei den mitgelieferten Treibern, und deren Installation gibt es nichts zu meckern. Schade ist nur, dass es nur zwei RAM Steckplätze gibt, aber die sechs PCI Steckplätze lassen dem Benutzer bei Erweiterung großen Spielraum. Das Handbuch ist zwar nur auf Englisch vorhanden, aber die Erklärungen sind sehr gut, und durch Bilder unterlegt. Ein Problem war eigentlich nur, dass der PC teilweise nicht bootete. Die Frage ist nun: Kann ich das Mainboard empfehlen? Und wenn ja, wem? Zuerst einmal kann ich klar eine allgemeine Kaufentscheidung aussprechen. Wer aber Leistung will ist bei diesem Mainboard falsch. Denn es wird nur ein Realtakt von 1,8 GHZ unterstützt. Zum Vergleich: Heute sind wir bei etwa 4 GHZ angelangt, bzw. AMD erst bei 2,6 GHZ. Wer aber eher einen kostengünstigen PC möchte, ist wohl beim „KT3 Ultra2-CL“ richtig. Das Board habe ich schon für 30€ gesehen. Und auch die dazugehörigen Sockel-A Prozessoren sind im Moment recht günstig, sie werden aber nicht mehr produziert. Die neusten Spiele werden aber auf dem Board Probleme haben. Für Videobearbeitung hat es bei mir damals aber gereicht, wobei es an der Leistungsgrenze war. Wer also nicht unbedingt technisch auf dem neusten Stand sein will, und lieber etwas Geld sparen möchte, ist bei dem „KT3 Ultra2-CL“ genau richtig. Zumal das Preisleistungsverhältnis stimmt. Ich gebe 4 Sterne, trotz der veralterten Technik, da der Preis stimmt. Ein Punkt ziehe ich wegen den erwähnten Mängeln ab.

Beachtet auch unsere neue Serie Stromspar PC bauen.

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