Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Der „Tod“ ist ein unangenehmes Thema. Doch wir alle m√ľssen uns damit abfinden, dass wir nicht ewig auf dieser Welt verweilen werden. Vielen Menschen ist eine w√ľrdevolle Bestattung sehr wichtig, doch die Kosten werden h√§ufig untersch√§tzt. Wer nicht privat vorsorgt, erh√§lt unter Umst√§nden keine Bestattung nach seinen W√ľnschen, oder im schlimmsten Falle sogar eine Sozialbestattung. In unserem heutigen Testbericht pr√ľfen wir, ob eine Sterbegeldversicherung zur Vorsorge sinnvoll ist. Zudem untersuchen wir m√∂gliche Alternativen zur Sterbegeldversicherung.

Ist es nicht respektlos an die Kosten der letzten Ruhe zu denken?

Sterbegeldversicherung

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Das ist es nicht. Es ist Fakt, dass Bestattungskosten mehrere tausend Euro, also das Vielfache eines durchschnittlichen Monatsnettogehaltes, ausmachen. Wer eine Bestattung genau nach seinen W√ľnschen m√∂chte, und nicht immer ein paar tausend Euro in der Portokasse hat, sollte daher vorsorgen. Respektloser w√§re es Gefahr zu laufen, keine w√ľrdevoller Bestattung zu erhalten (siehe auch: „Nichts √ľbrig f√ľrs Grab„, S√ľddeutsche Zeitung, 02.05.2012).

Was kostet eine Bestattung?

Es gibt verschiedene Formen von Bestattungen, die nat√ľrlich unterschiedlich viel kosten. Eine Erdbestattung kostet in Deutschland laut Stiftung Warentest zwischen 6.000 und 7.000‚ā¨.[1] Die Kosten entstehen zum Beispiel durch die √úberf√ľhrung, Aufbahrung und die hygienische Versorgung des verstorbenen K√∂rpers. F√ľr den Friedhof fallen Geb√ľhren an, die regional stark unterschiedlich sind. Zudem m√ľssen die Kosten f√ľr den Steinmetz ber√ľcksichtigt werden, der den Grabstein anfertigt. Weiterhin entstehen Geb√ľhren f√ľr die Ein√§scherung, die Traueranzeige, die Trauerfeier, Kosten f√ľr den Blumenschmuck und, und, und. Die Liste lie√üe sich noch weiter fortf√ľhren. Es zeigt sich also, dass eine Vielzahl an Kostenfaktoren ber√ľcksichtigt werden m√ľssen. Viele Menschen k√∂nnen dies eben nicht aus der Portokasse bezahlen. Das hei√üt, es muss rechtzeitig vorgesorgt werden. Doch welche M√∂glichkeiten gibt es?

Sterbegeld – das war einmal

Wer nicht im Genuss eines Beamtenstatus ist, bekommt im Todesfalle kein Sterbegeld. Fr√ľher geh√∂rte das Sterbegeld fest zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen. Im Jahr 2004 wurde jedoch mit dem „Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ (Randnotiz: ein zynischer Name, dieses Gesetz hat mit Praxisgeb√ľhr und h√∂heren Medikamentenzuzahlung vor allem eine Mehrbelastung f√ľr Versicherte bewirkt) das Sterbegeld komplett gestrichen. Es muss also privat vorgesorgt werden. Versicherer bieten seit einigen Jahren hierf√ľr eine Sterbegeldversicherung. Doch lohnt sich diese?

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung zahlt beim Tod des Versicherten eine vorher vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus. Damit k√∂nnen die Bestattungskosten gedeckt werden. Der Versicherte zahlt hierf√ľr √ľber einen gewissen Zeitraum (zum Beispiel 20 Jahre) Beitr√§ge in die Versicherung ein. Die Versicherung gilt lebensl√§nglich, auch wenn die Beitragszahldauer vorbei ist. Die H√∂he der Versicherungsbeitr√§ge ist ma√ügeblich vom Eintrittsalter des Versicherten abh√§ngig.

Gibt es bei der Sterbegeldversicherung eine Gesundheitspr√ľfung?

Das ist bei jedem Versicherer bzw. Tarif unterschiedlich. Es gibt Sterbegeldversicherungen bei denen keine Gesundheitsfragen gestellt werden. Bei solchen Tarifen tritt der Versicherungsschutz dann in der Regel erst nach einer Frist (z.B. erst nach 3 Jahren) oder stufenweise in Kraft. Wer einen sofortigen Versicherungsschutz w√ľnscht, sollte daher einen Tarif mit Gesundheitspr√ľfung w√§hlen. Die Gesundheitspr√ľfung ist in der Regel nicht so streng, wie beispielsweise bei einer Risikolebens- oder Berufsunf√§higkeitsversicherung. So ist es teilweise auch m√∂glich mit Vorerkrankungen eine Sterbegeldversicherung abzuschlie√üen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Risikolebensversicherung und einer Sterbegeldversicherung?

Verbrauchersch√ľtzer empfehlen h√§ufig eine Risikolebensversicherung anstatt einer Sterbegeldversicherung [1]. Wo liegt der Unterschied zwischen Sterbegeldversicherung und Risikolebensversicherung? Zu erst einmal haben beide Versicherungen eine Gemeinsamkeit: Im Todesfall der versicherten Person zahlt die Versicherung eine vorher festgelegte Summe an die Hinterbliebenen aus. Doch es gibt zwei wesentliche Unterschiede: die Versicherungssumme und die Versicherungsdauer. Die Sterbegeldversicherung hat das Ziel, Kosten f√ľr eine Beerdigung zu decken. Hierf√ľr reichen in der Regel 5.000 bis 10.000‚ā¨ aus. Die Risikolebensversicherung hingegen hat das Ziel die Hinterbliebenen finanziell √ľber einen l√§ngeren Zeitraum abzusichern. So kann die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung beispielsweise mehrere Millionen betragen.

Daher ist es auch viel schwieriger eine Risikolebensversicherung im Vergleich zu einer Sterbegeldversicherung abzuschließen. Die Versicherer schauen genau hin und stellen bei der Risikolebensversicherung strenge Gesundheitsfragen. Ein weiterer Unterschied: Die Risikolebensversicherung endet zu einem bestimmt Zeitpunkt, z.B. im Alter von 75 Jahren. Die Sterbegeldversicherung gilt hingegen ein Leben lang [2].

Vorteile einer Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung bietet eine einfache M√∂glichkeit sicherzustellen, dass im Todesfalle, die Bestattungskosten gedeckt sind. Die Versicherung gilt ein Leben lang.¬† Somit kann ein Begr√§bnis ganz nach Wunsch stattfinden. Zudem haben mehrere Gerichtsurteile best√§tigt, dass die Sterbegeldversicherung zum Schonverm√∂gen geh√∂rt und somit „Hartz 4-sicher“ ist. Das hei√üt, falls der Versicherte Hartz 4 beantragen muss, wird der Wert der Versicherung nicht auf das Verm√∂gen angerechnet. Das gilt √ľbrigens auch, wenn die Sterbegeldversicherung wieder gek√ľndigt wird. Erh√§lt der Versicherte die Beitr√§ge im K√ľndigungsfalle zur√ľck, gelten diese ebenfalls als „Hartz 4-sicher“.[3]

√Ąhnlich verh√§lt es sich mit der Pf√§ndung: Der Bundesgerichtshof hat 2007 beschlossen, dass eine Sterbegeldversicherung nicht gepf√§ndet werden kann.[4] W√ľrde das f√ľr die Bestattung bestimmte Geld hingegen einfach auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto liegen, best√ľnde dieser Schutz nicht.¬† Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Sterbeversicherungen relativ leicht abschlie√üen lassen. Die Gesundheitsfragen sind nicht so streng wie bei anderen Versicherungen. Bei einigen Tarifen entfallen diese sogar. Und zuletzt bietet die Sterbegeldversicherung einen ganz pragmatischen Vorteil: Das f√ľr die Bestattung bestimmte Geld kann f√ľr keinen anderen Zweck genutzt werden. L√§ge das Geld auf einem Girokonto, w√§re die Versuchung in finanziell schwierigen Zeit gro√ü, das Geld f√ľr andere Dinge auszugeben.

Nachteile der Sterbegeldversicherung

Eine Sterbeversicherung ist nichts anderes als eine Kapitallebensversicherung mit Todesfallschutz. Kapitallebensversicherungen haben in der Regel eine geringe Verzinsung und hohe Verwaltungskosten. Daher wird in den seltensten Fällen eine Kapitallebensversicherung als Geldanlage genutzt. Bei der Sterbegeldversicherung liegt der Fokus aber nicht auf der Geldanlage, sondern auf der Absicherung im Todesfalle die Bestattungskosten zahlen zu können. Trotzdem gilt: Wer lange lebt und die vereinbarte Zeit in die Versicherung einzahlt, erhält bei Eintritt des Todesfalles faktisch immer weniger aus der Versicherung wieder heraus als eingezahlt wurde.

Da Sterbegeldversicherungen zu „Verlusten“ f√ľhren k√∂nnen, gehen Stiftung Warentest und der Bund der Versicherten (BdV) mit diesen Versicherungen hart ins Gericht. Der Bund der Versicherten beschreibt sie gar als √ľberfl√ľssig. Stiftung Warentest hat 2009 insgesamt 30 Lebensversicherer und 14 Sterbekassen getestet. Nur 3 Tarife waren f√ľr junge Versicherte rentabel. Wer mit √ľber 65 Jahren eine Sterbegeldversicherung abschlie√üt, zahle sogar immer drauf, warnen die Tester. Stattdessen empfiehlt Stiftung Warentest eine Risikolebensversicherung, da diese g√ľnstiger sei. Der Bund der Versicherten ist sogar der Ansicht, dass selbst ein ganz normaler Banksparplan lukrativer als eine Sterbegeldversicherung w√§re.[5]

Zus√§tzlich warnt Stiftung Warentest, dass Sterbegeldversicherungen „T√ľr√∂ffnerprodukte“ f√ľr Versicherer seien. Diese h√§tten insbesondere die reiche Seniorengeneration im Visier, die ein besonders offenes Ohr f√ľr die Sterbegeldversicherung h√§tte. Einmal den Fu√ü in der T√ľr, k√∂nnten die Versicherer gleich noch weitere Versicherungsprodukte verkaufen.[1]

So urteilt Mr. Crowley

Generell empfehlen wir im √ľberversicherten Deutschland jede Versicherung auf Sinn und Unsinn zu √ľberpr√ľfen. Doch auch wenn wir in der Regel √§hnlich der Verbrauchersch√ľtzer urteilen, haben wir zum Thema Sterbeversicherung eine differenziertere Meinung.

These 1: Eine Sterbegeldversicherung ist zu teuer. Der Versicherte zahlt immer drauf

Die Sterbegeldversicherung zahlt immer die volle Versicherungssumme, wenn der Versicherte stirbt, unabh√§ngig davon, wie lange der Versicherte seinen Beitrag gezahlt hat (Ausnahme: wenn ein versp√§teter Eintritt des Versicherungsschutzes vertraglich vereinbart wurde). Wenn ein Versicherter kurz nach Abschluss der Sterbegeldversicherung stirbt, w√ľrde der Versicherte einen deutlichen „Gewinn“ erzielen, w√§hrend die Versicherung einen hohen Verlust einstreicht. Aus diesen Umstand ergibt sich, dass die Versicherer einen Ausgleich schaffen m√ľssen. Dieser ergibt sich daraus, dass die langlebigeren Versicherten mehr einzahlen m√ľssen. Der Versicherte kann also sowohl „Gewinner“, als auch finanzieller Verlierer sein.

Diese Betrachtungsweise ist aber nicht hilfreich. Die Sterbegeldversicherung ist keine Kapitalanlage, die sich finanziell lohnen soll. Sie ist eine Versicherung, um ein Risiko abzudecken: Das Risiko im Todesfalle keine w√ľrdevolle Bestattung zu erhalten. Ein √§hnliches Beispiel ist die Berufsunf√§higkeitsversicherung (ohne Gewinnbeteiligung) oder die Haftpflichtversicherung. Ein Versicherter zahlt unter Umst√§nden Jahrzehnte in die Versicherung ein, ohne das ein Schadensfall eintritt. Der Versicherte h√§tte die Beitr√§ge in diesem Fall „umsonst“ geleistet. Dies mag finanziell stimmen, doch der Versicherte hat sich mit seinen Beitr√§gen etwas anderes erkauft: ein Gef√ľhl der Sicherheit, dass „wenn mal etwas passiert“ die Versicherung ihm zur Seite steht.

These 2: Die Risikolebensversicherung ist die bessere Alternative

Stiftung Warentest empfiehlt die Risikolebensversicherung als Alternative zur Sterbegeldversicherung. Dies k√∂nnen wir nicht nachvollziehen. Das problematische an der Risikolebensversicherung ist, dass die Laufzeit begrenzt ist. Nach Ablauf der Versicherungszeit, meistens im Alter von 70 bis 75 Jahren, besteht faktisch kein Versicherungsschutz mehr. Zudem gibt es extreme H√ľrden eine Risikolebensversicherung zu beantragen. Wer √ľber 60 Jahre alt ist, findet faktisch keine Versicherung mehr. Aber auch j√ľngere k√∂nnen es schwer haben. Als Raucher, Mensch mit Vorerkrankungen oder √úbergewicht – selbst ein gef√§hrliches Hobby – k√∂nnen die Beitr√§ge extrem verteuern. Teilweise werden solche Verbraucher auch schlicht abgelehnt. Diese H√ľrden gibt es bei der Sterbegeldversicherung nicht. Mr. Crowley hat sogar 8 Tarife von 6 Anbietern gefunden, bei denen noch 80-j√§hrige versichert werden k√∂nnen.

These 3: Der Sparplan ist die bessere Alternative

Der Bund der Versicherten rät zu einem klassischen Sparplan als Alternative zur Sterbegeldversicherung. Auch diese Alternative können wir nicht nachvollziehen. Dies wollen wir an einem Modellfall aufzeigen:

Fall 1: Sterbeversicherung: Ein Mann 65. Jahre schlie√üt eine Sterbeversicherung bei der ergodirekt ab. Versicherungssumme 5.000‚ā¨, Monatsbeitrag 34,11‚ā¨, Einzahldauer 20 Jahre. Stirbt der Mann nach 3 Jahren im Alter von 68, erhalten seine Hinterbliebenen 5.000‚ā¨ von der Versicherung. Eingezahlt hat der Versicherte jedoch nur 1.228‚ā¨.

Fall 2: Sparplan: Monatlich wird ebenfalls 34,11‚ā¨ eingezahlt. Am Ende des Jahres wird das Kapital mit 3 Prozent verzinst. Tritt der Todesfall nach 3 Jahren ein, hat der Anleger inklusive Zinsen 1.286‚ā¨ angespart. Das w√§ren 3.714‚ā¨ weniger als bei der Sterbeversicherung. Erst im 11. Jahr erreicht der Sparplan die Summe von 5.000‚ā¨. Ab diesen Zeitpunkt w√§re ein Sparplan lukrativer. Der bis dahin 76-j√§hrige h√§tte zuvor aber unter Umst√§nden nicht genug Kapital f√ľr die Bestattungskosten zusammen. Anders ausgedr√ľckt: Wer sich in diesem Fall f√ľr einen Sparplan entscheidet, muss 11 Jahre lang mit dem Risiko leben, dass er seine Bestattung nicht finanzieren kann.

Bei unserem Modellfall haben wir uns bewusst f√ľr die Gruppe der 65-j√§hrigen entschieden, da f√ľr diese laut Stiftung Warentest eine Sterbegeldversicherung nicht lohnenswert ist. Schlie√üt ein J√ľngerer eine Sterbegeldversicherung ab, wird der Unterschied zum Sparplan noch deutlicher.

Zudem ist der Sparplan nicht Hartz 4-sicher. Dieser Nachteil sinkt allerdings im Alter. W√§hrend ein 30-j√§hriger nur 4.500‚ā¨ Verm√∂gen besitzen darf, um Grundsicherung zu erhalten, sind es bei einem 60-j√§hrigen immerhin 9.000‚ā¨.

Gibt es eine Alternative zur Sterbegeldversicherung?

Wer die Bestattungskosten zu Lebzeiten aufbringen kann, ben√∂tigt keine Sterbegeldversicherung. Hier ist es bspw. m√∂glich mit einem Bestattungsunternehmen zu Lebzeiten einen Vorsorgevertrag abzuschlie√üen, und bereits alle Details der Bestattung zu besprechen. Das Geld f√ľr die Bestattungskosten kann bereits gezahlt werden. Die Zahlung erfolgt auf ein Treuhandkonto, sodass das Geld auch sicher ist, wenn das Bestattungsunternehmen Insolvenz anmeldet. Mit dieser Methode kann man einfach vorsorgen, ohne eine Versicherung abschlie√üen zu m√ľssen.

Schlussbetrachtung: Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Unter Umständen zahlt der Versicherte mehr in die Sterbegeldversicherung ein, als den Betrag, den die Versicherung im Todesfalle leistet. Dies wird auch von Verbraucherschutz-Verbände kritisiert, ohne das allerdings sinnvolle Alternativen zur Sterbegeldversicherung genannt werden.

Eine Sterbegeldversicherung lohnt sich f√ľr Menschen, die:

  • viel Wert auf eine Bestattung legen, sich diese aber nicht auf Anhieb finanzieren k√∂nnen, und das Risiko einer Sozialbestattung abdecken wollen
  • eine Bestattung nicht auf Anhieb finanzieren k√∂nnen und Hinterbliebene nicht belasten wollen oder k√∂nnen
  • in Zukunft mit gro√üer Wahrscheinlichkeit in Hartz 4 oder Verschuldung abrutschen k√∂nnten. Die Versicherung ist pf√§ndungssicher und wird dem Hartz 4-Bezieher nicht auf Verm√∂gen angerechnet (Schonverm√∂gen)

Eine Sterbegeldversicherung lohnt sich NICHT f√ľr Menschen:

  • die ihre Bestattung sofort finanzieren k√∂nnten. Hier ist ein Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen sinnvoller
  • denen Art und Umfang der Bestattung v√∂llig gleichg√ľltig sind und f√ľr die auch eine vom Staat gezahlte Sozialbestattung in Frage k√§me
  • die sicher sind, dass die Angeh√∂rigen die Beerdigungskosten zahlen k√∂nnen und wollen
  • die anderweitig bereits vorgesorgt haben und sicher sind, auch in finanziell schwierigen Zeiten dieses Geld nicht anzutasten (Hartz 4-Risiko und Risiko einer Verschuldung / Pf√§ndung m√ľssen einkalkuliert werden)

Wer immer die M√∂glichkeit besitzt ohne Sterbegeldversicherung vorzusorgen, sollte dies tun. Nicht nur, dass die Sterbegeldversicherung unter Umst√§nden teuer werden kann, der Verbraucher wei√ü in der Regel auch nicht, was die Versicherungsgesellschaften mit den Versicherungsbeitr√§gen machen. Von Spekulation mit Nahrungsmitteln bis hin zu Investitionen in die R√ľstungsindustrie ist theoretisch alles m√∂glich.

Quellen:

1. Finanztest (2009): Versichert f√ľr die Ewigkeit. In: Finanztest, Heft 8, S. 64ff.

2. Busse, Franz-Joseph (2003): Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, M√ľnchen, S. 347.

3. Oberlandesgericht Schleswig, AZ: 2 W 252/06

4. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12.12.2007, Az. vii zb 47/07

5. Deutsches √Ąrzteblatt (2008): Sterbegeldversicherung: Gesch√§ft mit dem Tod. In: Deutsches √Ąrzteblatt, Heft 105, S. 51f.

Hinweis:

Dieser Testbericht stellt keine Versicherungsberatung dar. Vielmehr ist es eine unabhängige, kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbegeldversicherung. Die in diesem Ratgeber erwähnten Informationen und Versicherungstarife sind keine Empfehlungen, sondern sollen nur Beispiele darstellen. Wendet euch bei Unklarheiten an einem Versicherungsfachmann eures Vertrauens.

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Für den "Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?" Test gibt die Mr. Crowley Testberichte Redaktion trotz gründlicher Recherche keine Garantie auf Aktualität, Vollständigkeit und Korrektheit. Der Erfahrungsbericht basiert auf persönlichen Erfahrungen.

Artikel-Schlagwörter: Bestattung, Sterbegeld, Sterbegeldversicherung, Sterbeversicherung,

One Response to Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

  1. Lumper sagt:

    Endlich mal ein kritischer Artikel der sowohl PRO als auch CONTRA betrachtet. Ohne Versicherungsvertreter Geschwafel oder unsinnigen Tipps wie eine Risikolebensversicherung als Alternative zu nehmen. Was hat sich Stiftung Warentest dabei nur gedacht?!

    VG, Lumper

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