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Steuererklärung nur noch alle 2 Jahre? Der Geringverdiener verliert.

Geht es nach Bundenfinanzminister Wolfgang Schäuble sollen die Bürger ab 2012 ihre Steuererklärung künftig nur noch alle 2 Jahre abgeben müssen. Wer sind Gewinner und Verlierer der neuen Steuerregelung?

Die Meldung auf tagesschau online ist mit 3 Absätzen ungewohnt kurz und knapp gehalten. Der Titel „Nur noch alle zwei Jahre Quittungen sortieren“ klingt im ersten Moment nach einer Vereinfachung des deutschen Steuerrechts. Und genauso liest sich der tagesschau Artikel weiter:

Schäuble strebt verschiedene Steuervereinfachungen an und hat Ländern und Kommunen angeboten, dass der Bund die damit verbundenen Einnahmeausfälle von voraussichtlich 500 Millionen Euro im Jahr allein schultert und voll kompensiert.

Steuervereinfachungen? Wirklich?

Für den Bürger dürfte die 2-jährige Steuererklärung keine Entlastung bieten. Die Steuererklärung muss zwar nur alle 2 Jahre abgegeben werden, erfordert dafür aber auch circa den doppelten Aufwand. Belege müssten länger aufbewahrt werden, die Übersichtlichleit kann schnell verloren gehen.

Und finanziell? Die großen Verlierer der „Steuerreform“ wären Geringverdiener. Eben die, die jährlich Steuerrückerstattungen bekommen. Ich zum Beispiel erhalte als Geringverdiener meine gesamten gezahlten Steuern jährlich zurück. Künftig würde ich dies nur noch alle 2 Jahre bekommen. Die Inflation hätte inzwischen 2 Jahre an meinem Geld genagt und ich müsste länger auf diese einkalkulierte Einnahmequelle warten.

Und wer sind jetzt wohl die Gewinner der „Steuerreform“?

Fazit: Die 2-jährige Steuererklärung bringt weder eine Arbeitsentlastung noch finanzielle Entlastungen für Geringverdiener mit sich.

UPDATE:

So eben schreibt tagesschau Online im selbigen Artikel:

Wer seine Steuererklärung nur alle zwei Jahre abgibt, kann allerdings auch nur alle zwei Jahre mit einer möglichen Rückerstattung zu viel gezahlter Steuern rechnen. Ein Wahlrecht der Bürger – also ob jemand den Zwei-Jahres-Rhythmus überhaupt wünscht – werde daher bei dem Treffen auch Thema sein, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur AFP.

Nun wird also doch über ein Wahlrecht der Bürger diskutiert.

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