Stromspar PC bauen – Teil 1: Das Netzteil

Neben unseren regul√§ren Tesberichten gibt es die n√§chsten 3 Wochen eine neue Artikelserie: „Stromspar-PC bauen“. Welche Hardware sich eignet, auf welche Komponenten ihr Acht geben solltet und vieles weitere mehr, erfahrt ihr in dieser Serie.

Normalerweise wird beim Kauf eines PCs oder einzelner Hardware-Komponenten nur das Preis-/ Leistungsverh√§ltnis bedacht. Im Zeitalter der Erderw√§rmung und der steigenden Strompreise w√§re jedoch noch ein weiterer Aspekt relevant: der Energieverbrauch! Durch einen Stromspar-PC k√∂nnt ihr langfristig Geld sparen und belastet weniger die Umwelt.¬† „Green-IT“ lautet das Stichwort.

Im August 2010 hatte ich mir nach vielen Recherchen √ľber Stromspar-Hardware einen neuen PC zusammengebaut. Dieser sollte einerseits ein Minimum an Strom „verschwenden“, aber andererseits auch deutlich leistungsf√§higer sein als mein AMD 64¬† Athlon 3500+. Ein Widerspruch? Wie sich herausstellte, nein! Und mit ca. 500‚ā¨ bin ich auch noch g√ľnstig davon gekommen.

Trotz enormen Leistungszuwachs verbraucht mein neuer PC insgesamt nur 75 Watt (inkl. Verlustleistung, Monitor nicht mit eingerechnet) . Wenn ich das bei anderen PC-Bastlern zum Besten gebe, h√∂re ich oft: „Alleine meine Grafikkarte verbraucht 3x mal so viel Strom.“ Bevor ich aufliste, welche Hardware ich verwendet habe, zu erst eine √úbersicht, auf welche Hardware-Komponenten ihr besonders achten solltet, wenn ihr euch einen Stromspar-PC zusammen bauen wollt. In unserem ersten Teil dieser Serie behandeln wir das h√§ufig verlachl√§ssigte Netzteil.

Das Netzteil – die vielleicht wichtigste Stromspar-Komponente

Leider glauben noch immer viele PC-Bastler und Laien, dass das PC-Netzteil eine unwichtige Hardware-Komponente sei, da es weder Rechenleistung, Speicher oder sonst irgendwelchen Mehrwert zu bieten scheint. Doch weit gefehlt! Das Netzteil ist die Komponente, auf der ihr am meisten Wert legen solltet! Das Netzteil versorgt die¬† Hardware-Komponenten mit Strom. Teilweise findet die Stromversorgung direkt statt, zum Beispiel bei Festplatten, neueren Grafikkarten oder DVD-Laufwerken, teilweise wird die Hardware auch indirekt √ľber das Mainboard versorgt.

Wenn das Netzteil nun Strom von der Steckdose bis hin zur einzelnen Hardware-Komponente „transportiert“, geschieht dies nicht ohne Verluste. Man spricht hier von der Verlustleistung (Differenz zwischen Leistungsaufnahme und Leistungsabgabe). Ein Beispiel: Euer Netzteil nimmt 100 Watt Leistung auf und gibt nur 40 Watt an die Hardware ab. Die Verlustleistung betr√§gt dann 60 Watt. In Hardware Online Shops werdet ihr bei Netzteilen h√§ufig den wichtigen Begriff „Wirkungsgrad“ vorfinden. Der Wirkungsgrad dr√ľckt die Verlustleistung in Prozent aus: Betr√§gt die Leistungsaufnahme 200 Watt und die Leistungsabgabe 160 Watt ist der Wirkungsgrad (160 / 200 * 100) = 80%. Je h√∂her der Wirkungsgrad ist, desto besser ist euer Netzteil, denn bei h√∂herem Wirkungsgrad geht weniger Strom „verloren“.

Wenn ihr ein billiges Netzteil verwendet, habt ihr vielleicht einen Wirkungsgrad zwischen 50 und 70%. Wirklich gute Netzteile beginnen ab einem Wirkungsgrad von 80%. Man spricht hier auch von den „80+ Netzteilen“. Bei den 80+ Netzteilen gibt es verschiedene Siegel, welche die Qualit√§t der 80+ Netzteile noch einmal unterscheiden: Bronze, Silber, Gold und Platinum. In der folgenden Tabelle sind die Wirkungsgrade der einzelnen Siegel aufgef√ľhrt:

Mindestwirkungsgrad bei 20 % Last 50 % Last 100 % Last
80 PLUS 80 % 80 % 80 %
80 PLUS Bronze 82 % 85 % 82 %
80 PLUS Silver 85 % 88 % 85 %
80 PLUS Gold 87 % 90 % 87 %
80 PLUS Platinum 90 % 92 % 89 %

Je h√∂her der Wirkungsgrad, desto teurer sind die Netzteile in der Regel. Ab einem gewissen Grad rechnet sich dies sich nicht mehr. Jeder muss hier selbst entscheiden, wie viel er f√ľr ein Netzteil bereit ist zu investieren. Ich habe damals das BQT L7-530W von „Be Quiet“ f√ľr 50‚ā¨ gekauft. Die Wirkungsgrade des BQT L7-530W sind f√ľr f√ľr den Preis ausgeprochen gut:

20 % Last 50 % Last 100 % Last
Wirkungsgrad 84.29% 85.65% 81.61%

Quelle: plugloadsolutions.com

80+ Netzteile kaufen

80+ Netzteile gibt es in fast allen Online Shops. Leider sind die Netzteile nicht √ľberall mit dem 80+ Siegel gekennzeichnet, bzw. der Wirkungsgrad wird selten genannt. Hardware bei Computerpool wird hingegen entsprechend gekennzeichnet. Wenn ihr eine Liste aller 80+ Netzteile mit entsprechenden Wirkungsgraden einsehen wollt, werdet ihr auf plugloadsolutions.com f√ľndig.

Fazit

Stromsparen fängt bereits beim Netzteil an. 80+ Hardware sollte auf jeden Fall verwendet werden, ansonsten kann man das Projekt Stromspar-PC gleich in die Bio-Tonne treten.

In unserem nächsten Artikel geht es mit der CPU weiter.

Fortsetzung folgt!

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"Stromspar PC bauen – Teil 1: Das Netzteil" Testbericht: Dieser Erfahrungsbericht basiert auf der persönlichen Erfahrung der Mr. Crowley Testberichte Redaktion. Trotz sorgf√§ltiger Recherche geben wir beim Test keine Garantie auf Aktualität, Vollständigkeit und Korrektheit.

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One Response to Stromspar PC bauen – Teil 1: Das Netzteil

  1. Lena sagt:

    Hervorragende Tipps! Danke vielmals!

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