Swish 2: Ein Programm, das animiert, zu animieren

Pro: einfache Bedienung, groĂźer Anwendungsbereich
Kontra: Bugs, wenn auch nur wenige

Empfehlenswert: Ja

Dies ist ein Erfahrungsbericht über das Animationsprogramm „Swish 2“

Inhaltsverzeichnis:

1. Systemvoraussetzungen:

2. Was ist Swish?

3. Kauf & Installation

4. Das Programm

-4.1. Aussehen

-4.2. Bedienung

5. Effekte

6. Importe

7. Export

8. Bugs

9. Meine Meinung & Fazit

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1. Systemvoraussetzungen:

Minimale Voraussetzungen:

• Windows 95/98/ME/NT4/2000/XP

• Pentium P2

• 64 MB RAM

• 800×600 Pixel + 256 Farben

Empfohlene Voraussetzungen:

• 1 Ghz Prozessor

• 256 MB RAM (Arbeitsspeicher)

• 1024 x 768 Pixel Bildschirmauflösung

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2. Was ist Swish 2?

Swish 2 ist ein Programm um Animationen zu erstellen. Zur Zeit liegt es in der Version 2 vor. Es ist 100% kompatibel mit Macromedia Flash, dem wohl berĂĽhmtesten Animationsprogramm. Was unterscheidet Swish und Flash?

Swish ist sehr viel einfacher zu bedienen als Flash. Somit ist es besonders Anfängern zu empfehlen. Durch die Einfachheit von Swish ist es natürlich längst nicht so komplex wie Flash, und schränkt den Designer somit etwas ein.

Die Anwendungsbereiche von Swish sind verschieden. Man kann es fĂĽr animierte Webseiten, Cartoons, oder andere eigene Filme benutzen.

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3. Kauf & Installation:

Bisher habe ich Swish immer nur im Internet zu kaufen gesehen. Die Kaufabwicklung erfolgt folgendermaßen: Zuerst lädt man sich eine Trial-Version herunter. Es gibt viele Webseiten die diese anbieten. Die offizielle Webseite ist www.shwishzone.com. Für Deutsche empfehle ich allerdings www.swish2.de. Die zu herunterladene Setupdatei ist ungefähr 4,3 MB groß.

Nach fertigen Download muss man Swish 2 natürlich installieren. Die Installation dauert kaum eine Minute. Jediglich die Pfadangabe für das Installationsverzeichnis muss angegeben werden. Nachdem die Dateien kopiert wurden, kann man per Häkchen bei der „Swish 2 starten“ Checkbox, das Programm gleich starten lassen.

Beim Programmstart hat man die Möglichkeit Swish 2 als „15-Tage Testversion“ laufen zu lassen, oder das Programm freizuschalten. Um das Programm freizuschalten, muss man während das Swish 2 Logo erscheint, „Enter“ drücken. Andernfalls startet das Programm als

Bilder von SWiSH2

SWiSH2 Bild 113691 tb

Ein Cartoon entsteht

Testversion.Die Testversion ist natürlich Leuten zu empfehlen, die sich bei ihrer Kaufentscheidung noch nicht sicher sind. Vorteilhaft ist auch, dass es keine Einschränkungen gibt, außer natürlich die auf 15 Tagen beschränkte Nutzungsdauer. Ansonsten ist die Testversion mit der freigeschalteten Version identisch.

Wenn man sich zum Kauf entschlossen hat, und während des Programmstarts „Enter“ gedrückt hat, kommt man ins Freischaltungsmenü. Hier wird ein 18 stelliger „Standartcode“ angezeigt. Anhand dieses Codes bekommt man per Email einen Aktivierungsschlüssel, sobald man das Geld überwiesen hat. Nach Eingabe des Codes, ist nur noch ein Klick zur Freischaltung nötig.

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4. Das Programm

4.1. Aussehen:

Das Programm kann man visuell in vier Teile einteilen. Oben ist die Zeitleiste. Sie ist in einzelne Frames (Einzelbilder) unterteilt. Hier kann man angeben, welche Ereignisse wann passieren soll.

Links befindet sich das Ăśbersichtsfenster. Dies ist eine Liste mit den Programminhalten, wie z.B. Bilder.

Rechts ist ein Fenster, bei dem man ĂĽber Reiter, in MenĂĽs gelangt, wo man z.B. Projekteinstellungen, oder Elementeinstellungen (wie z.B. von Bildern oder Texten) vornehmen kann.

In der Mitte ist neben der Zeitleiste wohl das wichtigste Fenster: Das Vorschau- und Bearbeitungsfeld. Per Drag and Drop lassen sich in diesem Feld die einzelnen Elemente einfĂĽgen, bewegen, skalieren oder animieren. Zugleich dient dieses Feld auch zur Vorschau. Klickt man auf die Zeitleiste, wird angezeigt wie das Bild beim entsprechenden Frame aussieht.

Am Rande erwähnt: Es gibt auch eine Toolbar in der Befehle schnell abrufbar sind, wie z.B. „Video abspielen“.

Ich habe die Standardmäßige Einteilung beschrieben. Allerdings, und dass ist positiv an Swish 2, kann man die einzelnen Menüs und Fenster frei anordnen, minimieren, ausblenden oder neue Fenster hinzufügen. Die Menüfenster kann man mit Windowsfenstern vergleichen.

4.2. Bedienung:

Teilweise bin ja schon auf die Bedienung eingegangen. Jetzt bringe ich es auf den Punkt.

Die Bedienung ist sehr einfach, wenn nicht kinderleicht. Und falls doch mal Probleme auftauchen sollten, steht dem Benutzer noch die hilfreiche Online-Dokumentation bereit.

Über die Toolbar fügt man einfach ein Element ein. Z.B. ein Textelement. Rechts hat sich nun ein großes Textfeld geöffnet, wo man nun sein gewünschten Text eingeben kann. Natürlich lassen sich Schriftart, Größe, Ausrichtung und Farbe bestimmen.

Nach einfĂĽgen des Elements erscheint dieses als Ebene in der Zeitleiste. D.H. fĂĽr jedes Element, das man eingefĂĽgt hat, gibt es eine Ebene. Die Ebene, die an oberster Stelle steht, ĂĽberlappt bei Ăśberschneidungen die darunter liegende Ebene. Die einzelnen Ebenen lassen sich in ihrer Reihenfolge natĂĽrlich beliebig verschieben.

Mit dem Einfügen eines Elements ist es natürlich nicht getan. Was fehlt sind natürlich Animationen. Diese zu erstellen, ist auch kein Problem. Man klickt in der Zeitleiste das gewünschte Element an, und klickt mit der rechten Maustaste an die Stelle, wo der Effekt hin soll. Nun erscheint ein Kontextmenü in der man die Effekte auswählen kann.

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5. Effekte:

Einige Effekte funktionieren nicht bei importierten Bildern (wie z.B. Bmp, Jpg oder Gif). Diese Effekte funktionieren nur bei sogenannten Vektorgrafiken. Man könnte sagen, dass Vektorgrafiken mathematische Grafiken sind. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen. Vektorgrafiken sind bei Swish 2 z.B. Textelemente, oder Grafiken die man mit Swish selbst erstellt hat (ja, Swish hat auch eine Zeichenfunktion).

Es stehen folgende Effekte zur Auswahl:

Platzieren/Entfernen:

Der wohl einfachste Effekt ist der Plazieren- bzw. Entferneneffekt. Hier wird das Element sofort angezeigt bzw. entfernt. So etwas nennt man „harte Bewegung“.

Einblenden/Ausblenden:

Schöner ist da schon der Einblenden- bzw. Ausblendeneffekt. Hier wird das Element langsam angezeigt bzw. entfernt. Diese so genannten „weichen Bewegungen“ wirken für den Betrachter viel natürlicher.

Herein/heraus bewegen:

Hier wird das Element vom „Rand“ ins Bild bewegt. Es gibt acht Richtungen von der der Effekt starten kann. Jeweils vom mittigen Seitenrand, oder aus den Seitenecken.

Verwischen:

Bei diesen Effekt wird das Element lang gezogen und ausgeblendet. FĂĽr den Betrachter sieht es so aus, als wĂĽrde es verwischt werden.

Transformieren:

Dies ist ein besonders mächtiger Effekt. Mit ihm kann man nahezu alles kombiniert machen. Skalierungen, Einblendungen, Bewegungen etc..

Quetschen:

Der Quetscheneffekt funktioniert nur bei Vektorgrafiken. Hier wird das Element zusammen gequetscht. Bei Bildern hat er wie gesagt keinen Effekt.

Abwechselnd:

Der Effekt funktioniert nur bei Vektorgrafiken richtig. Ein Teil des Elements wird von unten, das andere Teil von geschoben, bis beide Teile des Elements wieder zusammen sind. Normale Bilder werden bloĂź von einer Seite bewegt, bis sie ihre Position erreicht haben.

Schlange:

Beim Schlangeneffekt bewegen sich die Elemente wie auf der Erdumlaufbahn. Der Effekt sieht wie ein 3D Effekt aus, da das Element mit zunehmender Entfernung verkleinert, bzw. bei abnehmender Entfernung vergrößert wird.

Explosion:

Mein persönlicher Lieblingseffekt. Das Element wird weggeschleudert. Genauer gesagt wird es Richtung Betrachter geschleudert, so dass dieser Effekt auch räumlich wirkt.

3D Drehung:

Das Element wird um seine eigene Achse gedreht. Diesen Effekt kann man nur als bedingt dreidimensional bezeichnen. Es sieht einfach unschön aus wenn ein 2D Objekt gedreht wird, denn dann sieht man, dass das Objekt „flach“, also zweidimensional, ist.

Welle:

Hier wird das Element wie eine Welle hin und her geschĂĽttelt. Ein einfacher Effekt, fĂĽr den ich bisher keine Verwendung fand.

Schreibmaschine:

Zu guter letzt wäre da noch der Schreibmaschineneffekt. Das ist ein Effekt, den ich schon oft gebrauchen konnte. Wie man vielleicht schon am Namen erkennen kann, funktioniert der Effekt ausschließlich bei Textelementen. Bei diesen Effekt erscheint ein blinkender Cursor, während dann nach und nach der Text erscheint, als würde ihn jemand gerade mit Word schreiben.

Das waren alle Effekte. Ich sollte aber noch hinzufĂĽgen, dass man alle Effekte einzeln bearbeiten kann. Klickt man in der Zeitleiste einen Effekt doppelt an, erscheint ein MenĂĽ, bei dem man eine groĂźe Auswahl an Ă„nderungsmöglichkeiten hat. Man kann Effekte umkehren, so dass aus einer Explosion beispielsweise eine Implosion wird. Weiterhin lassen sich Alphawerte im Effekt verändern oder FarbĂĽberlagerungen einstellen, und und und…

Die Einstellmöglichkeiten sind je nach Effekt verschieden. Wann ein Effekt stattfinden, und wie lange er dauern soll, lässt sich ganz einfach per Drag & Drop in der Zeitleiste einstellen.

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6. Importe:

Bisher habe ich alle einfĂĽgbaren Objekte als Elemente bezeichnet. Hier sind einmal die Elementarten und Dateitypen die importierbar sind.

Bilddateien: Jpg, Bmp, Dib, Gif, Png,

Sounddateien: Wav, MP3

Flashdateien: Swf

Intern gibt es noch die Textelemente, die Zeichenfunktion sowie die Buttons (dies sind keine Dateitypen, sie sind in Swish integriert).

Videodateien, wie Avi oder Mpeg, werden leider nicht unterstĂĽtzt.

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7. Export:

Nun, sein fertiges Projekt möchte man natürlich niemanden in Swish zeigen. Deshalb hat man die Möglichkeit sein Werk zu exportieren. Nun folgen die Möglichen Dateitypen für den Export.

Avi:

Avis sollten ja bekannt sein. Es ist eines der weitverbreistenden Videodateien. Die Videos lassen sich mit einem Codec versehen, so dass die Dateigröße sinkt.

Swf:

Swf Dateien sind Flashdateien. Der Vorteil ist, dass sie sehr klein sind, zudem werden MenĂĽs unterstĂĽtzt, die man mit Swish erstellen kann. Der einzige Nachteil bei Swf Dateien ist, dass sie die Installation des Macromedia Flashplayers voraussetzen, aber dieser wird kostenlos im Internet angeboten.

Html:

Nanu, Html? Ja, denn mit Swish können auch Webseiten designt werden. Genauer gesagt erstellt Swish eine Html Datei, die mit einer Swish Datei verlinkt ist. So kann man seine Animationen auch auf Webseiten einbauen.

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8. Bugs:

Glücklicherweise weist Swish 2 kaum Bugs auf. Es kommt hin und wieder mal vor, dass sich das Programm mit einem „runtime error“ verabschiedet. Auch beim Export von Avi Dateien ist das Programm schon einige Male abgestürzt. Dennoch: Die meiste Zeit arbeitet Swish 2 zuverlässig.

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9. Meine Meinung & Fazit:

Das Stichwort bei Swish 2 heisst Einfachheit. Dennoch weist Swish 2 eine gewisse Komplexität auf. Dies resultiert aus einer Vielzahl von Effekten, die dazu noch einzeln bearbeitet werden können. Einfache Animationen lassen sich schnell erstellen, so dass man schnell Erfolgserlebnisse hat, und sich nicht lange rumquälen muss. Swish ist auch sehr übersichtlich, da man individuell das Programmlayout gestalten kann.

Die Anwendungsbereiche, für die ich Swish geeignet sehe, sind vor allem Cartoons und andere kleine Filme. Aber auch für modernes Webdesign lässt sich Swish einsetzen. Ich benutze Swish sogar als Präsentationssoftware, praktisch als Microsoft Powerpoint Ersatz.

Bis auf ein paar kleinere Bugs läuft das Programm zuverlässig, so dass ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen kann.

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Der Testbericht "Swish 2: Ein Programm, das animiert, zu animieren" ist unabhängig und basiert auf persönlicher Erfahrung. Wir geben beim Erfahrungsbericht keine Garantie auf Vollständigkeit, Aktualität und Korrektheit.

Artikel-Schlagwörter: Animationsprogramm, Cartoons, Effekte, Macromedia Flashplayers, Swish 2,

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